Geranien nach dem Winter: Warum sie schwach und vergeilt werden und wie man sie richtig überwintert

Viele Geranien, die den Sommer über kräftig und üppig geblüht haben, sehen nach dem Winter plötzlich ganz anders aus. Die Triebe sind lang, dünn und blass, die Blätter klein und die Pflanze wirkt insgesamt schwach. Häufig beginnt das Problem jedoch nicht erst im Frühjahr, sondern bereits beim Einräumen im Herbst.

Der richtige Zeitpunkt, ein geeigneter Standort und die passende Pflege während der Wintermonate sind entscheidend dafür, dass Geranien im Frühjahr wieder kräftig austreiben.

Warum werden Geranien über den Winter schwach?

Der häufigste Grund für lange und dünne Triebe ist ein ungünstiges Verhältnis zwischen Temperatur und Licht.

Steht eine Geranie im Winter zu warm, bekommt aber gleichzeitig zu wenig Licht, versucht sie weiter zu wachsen. Die neuen Triebe werden dabei lang, dünn und instabil. Dieses Wachstum wird als Vergeilung bezeichnet.

Genau deshalb ist ein heller und eher kühler Winterstandort für Geranien meist besser als ein warmer Platz im beheizten Wohnzimmer.

Der richtige Zeitpunkt zum Einräumen

Geranien sollten nicht unnötig lange draußen bleiben, wenn bereits stärkere Fröste drohen. Gleichzeitig ist es ungünstig, sie viel zu früh bei noch warmen Herbsttemperaturen ins Haus zu holen.

Vor dem Einräumen lohnt sich eine gründliche Kontrolle der Pflanzen. Kranke, beschädigte oder von Schädlingen befallene Pflanzenteile sollten entfernt werden.

Auch abgeblühte Blüten und gelbe Blätter können entfernt werden. Dadurch wird die Pflanze auf die Ruhephase vorbereitet.

Welcher Standort eignet sich im Winter?

Ein heller, kühler und möglichst frostfreier Standort ist ideal. Geeignet können beispielsweise ein heller Kellerraum, ein unbeheizter Hausflur, ein heller Wintergarten oder ein kühler Raum mit ausreichend Tageslicht sein.

Ein warmer Raum direkt über einer Heizung ist dagegen problematisch. Dort ist die Luft häufig trocken und die Temperaturen sind für die Winterruhe der Geranien zu hoch.

Besonders ungünstig ist die Kombination aus Wärme und wenig Licht. Sie fördert das unnatürlich lange Wachstum.

Geranien vor dem Einräumen zurückschneiden

Vor der Überwinterung können Geranien zurückgeschnitten werden. Lange und schwache Triebe lassen sich deutlich einkürzen. Auch beschädigte Pflanzenteile sollten entfernt werden.

Ein kräftiger Rückschnitt kann Platz sparen und die Pflanze auf die Ruhephase vorbereiten. Wie stark zurückgeschnitten wird, hängt allerdings auch von der Überwinterungsmethode und dem Zustand der Pflanze ab.

Werden Geranien sehr dunkel überwintert, wird häufig stärker zurückgeschnitten als bei einer hellen Überwinterung.

Im Winter weniger gießen

Während der Winterruhe benötigen Geranien deutlich weniger Wasser als während der Wachstums- und Blütezeit.

Die Erde sollte zwischen den Wassergaben ausreichend abtrocknen. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, denn bei niedrigen Temperaturen kann überschüssige Feuchtigkeit schnell zu Wurzelproblemen führen.

Allerdings sollte die Erde auch nicht über längere Zeit völlig austrocknen. Entscheidend ist eine vorsichtige, an den Standort und die Temperatur angepasste Bewässerung.

Dünger im Winter besser weglassen

Während der Ruhephase benötigen überwinternde Geranien normalerweise keinen regelmäßigen Dünger. Eine Düngung würde bei ungünstigen Lichtverhältnissen neues Wachstum fördern, obwohl die Pflanze nicht genügend Licht für kräftige Triebe erhält.

Mit der Düngung kann wieder begonnen werden, wenn die Pflanze im Frühjahr an einen helleren Standort gestellt wird und deutlich neues Wachstum einsetzt.

Was tun mit langen, dünnen Trieben?

Wenn Geranien bereits lange und schwache Triebe gebildet haben, müssen sie nicht automatisch entsorgt werden.

Im Frühjahr können die vergeilten Triebe zurückgeschnitten werden. Anschließend sollte die Pflanze möglichst hell stehen. Mit zunehmendem Licht bildet sie neue, kräftigere Triebe.

Regelmäßiges, vorsichtiges Zurückschneiden der neuen Triebe kann außerdem dazu beitragen, dass die Geranie kompakter wächst.

Geranien im Frühjahr wieder aufwecken

Sobald die Tage länger werden und die Lichtverhältnisse besser sind, kann die Pflege langsam intensiviert werden.

Die Pflanze wird zunächst an einen helleren Standort gestellt. Gleichzeitig kann die Wassermenge schrittweise erhöht werden.

Wenn neue Triebe und Blätter erscheinen, beginnt die aktive Wachstumsphase. Erst dann ist auch eine regelmäßige Düngung wieder sinnvoll.

Nach den letzten stärkeren Frösten können die Geranien langsam wieder an ihren Sommerstandort gewöhnt werden. Ein abrupter Wechsel von einem dunklen Innenraum in die intensive Sonne sollte vermieden werden.

Häufige Fehler bei der Überwinterung

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

  • Geranien zu früh in einen warmen Raum stellen,
  • einen dunklen und gleichzeitig warmen Standort wählen,
  • im Winter zu häufig gießen,
  • trotz Ruhephase weiter regelmäßig düngen,
  • die Pflanzen nicht auf Schädlinge kontrollieren,
  • sie nach dem Winter plötzlich in die volle Sonne stellen.

Schon kleine Veränderungen bei Licht, Temperatur und Wasserversorgung können einen großen Einfluss darauf haben, wie die Pflanzen im Frühjahr aussehen.

Fazit

Geranien nach dem Winter müssen nicht schwach und langtriebig aussehen. Die wichtigste Voraussetzung wird bereits im Herbst geschaffen. Wer die Pflanzen rechtzeitig einräumt, einen hellen und kühlen Standort wählt, nur sparsam gießt und während der Ruhephase auf Dünger verzichtet, schafft gute Bedingungen für einen kräftigen Neuaustrieb.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

Leave a Comment