Kohl, Sellerie und Lauch brauchen auch im Spätsommer Nährstoffe: Mit dem richtigen Zeitpunkt können sie bis zur Ernte noch deutlich wachsen

Viele Gärtner denken, dass die Düngung im Spätsommer bereits keine große Rolle mehr spielt. Doch gerade Kohl, Knollensellerie und Lauch befinden sich zu dieser Zeit noch mitten in der Entwicklung. Wenn der richtige Zeitpunkt für die Nährstoffversorgung gewählt wird, können die Pflanzen bis zur Ernte noch deutlich an Größe und Gewicht zulegen.

Wichtig ist allerdings, nicht einfach möglichst viel Dünger auszubringen. Entscheidend sind der Entwicklungsstand der Pflanzen, die Wetterbedingungen und die richtige Zusammensetzung der Nährstoffe.

Warum brauchen Kohl, Sellerie und Lauch im Spätsommer noch Nährstoffe?

Auch wenn der Sommer langsam zu Ende geht, wachsen viele Gemüsekulturen weiter. Kohlarten bilden ihre Köpfe, Sellerie entwickelt seine Knolle und Lauch verdickt seine Schäfte.

In dieser Phase benötigen die Pflanzen weiterhin ausreichend Kalium, Phosphor und andere wichtige Nährstoffe. Eine ausgewogene Versorgung unterstützt die weitere Entwicklung und kann dazu beitragen, dass die Ernte kräftiger und qualitativ hochwertiger ausfällt.

Besonders auf leichten oder nährstoffarmen Böden kann eine zusätzliche Versorgung sinnvoll sein.

Kohl richtig düngen

Bei Kohl sollte die Nährstoffversorgung an die jeweilige Kohlart angepasst werden. Weißkohl, Rotkohl, Wirsing und andere Kopfkohlarten benötigen während der Kopfbildung weiterhin Nährstoffe.

Eine übermäßige Stickstoffdüngung kurz vor der Ernte ist jedoch nicht empfehlenswert. Zu viel Stickstoff kann zu einem sehr weichen Pflanzenwachstum führen und die Lagerfähigkeit beeinträchtigen.

Im Spätsommer sollte deshalb eher auf eine ausgewogene Versorgung und insbesondere auf eine ausreichende Kaliumversorgung geachtet werden.

Knollensellerie kann noch deutlich zulegen

Knollensellerie entwickelt seine unterirdische Knolle über einen langen Zeitraum. Gerade im Spätsommer kann die Knolle noch kräftig an Umfang gewinnen.

Eine gute Bodenfeuchtigkeit ist dabei ebenso wichtig wie eine ausreichende Nährstoffversorgung. Bei längerer Trockenheit sollte deshalb regelmäßig und gründlich gegossen werden.

Für die Düngung eignen sich je nach Bodenbeschaffenheit beispielsweise gut verrotteter Kompost oder geeignete organische Dünger. Wichtig ist, die Dosierungsempfehlungen des jeweiligen Produkts zu beachten.

Lauch wächst bis in den Herbst hinein

Auch Lauch ist im Spätsommer noch längst nicht fertig. Die Schäfte können bis weit in den Herbst hinein an Umfang gewinnen.

Eine gleichmäßige Wasserversorgung unterstützt das Wachstum. Gleichzeitig sollte der Boden locker und möglichst frei von starkem Unkrautbewuchs bleiben.

Eine moderate Nachdüngung kann sinnvoll sein, wenn die Pflanzen Anzeichen eines Nährstoffmangels zeigen oder der Boden nur wenig Nährstoffe enthält. Eine späte, übermäßige Stickstoffgabe sollte dagegen vermieden werden.

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Bei der Spätsommerdüngung gilt: Der richtige Zeitpunkt ist wichtiger als die Menge.

Eine Düngung sollte nicht unmittelbar vor starkem Regen erfolgen, da Nährstoffe ausgewaschen werden können. Ebenso sollte bei großer Hitze und ausgetrocknetem Boden zunächst für ausreichend Feuchtigkeit gesorgt werden.

Am besten wird gedüngt, wenn die Pflanzen aktiv wachsen und der Boden ausreichend feucht ist. Flüssigdünger sollten entsprechend den Herstellerangaben dosiert werden.

Nicht jede Pflanze braucht automatisch Dünger

Gelbe Blätter oder schwaches Wachstum können zwar auf einen Nährstoffmangel hindeuten, müssen aber nicht immer die Ursache sein. Auch Trockenheit, Staunässe, Krankheiten oder Schädlinge können ähnliche Symptome verursachen.

Deshalb sollte zunächst überprüft werden, warum die Pflanzen schlecht wachsen. Eine zusätzliche Düngung auf Verdacht kann mehr schaden als nutzen.

Kalium vor der Ernte – warum es wichtig sein kann

Kalium spielt eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt und im Stoffwechsel von Pflanzen. Bei vielen Gemüsekulturen ist eine ausgewogene Kaliumversorgung während der späteren Entwicklungsphase sinnvoll.

Das bedeutet jedoch nicht, dass automatisch ein spezieller Kaliumdünger notwendig ist. Auch Kompost und organische Dünger enthalten verschiedene Nährstoffe. Entscheidend ist die tatsächliche Bodenversorgung.

So holen Sie im Spätsommer noch mehr aus dem Gemüsebeet heraus

Wer Kohl, Sellerie und Lauch bis zur Ernte optimal unterstützen möchte, sollte nicht nur auf Dünger achten. Ebenso wichtig sind:

  • regelmäßiges und bedarfsgerechtes Gießen
  • lockerer und gut durchlüfteter Boden
  • Entfernung von Unkraut
  • Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten
  • ausgewogene Nährstoffversorgung
  • Vermeidung von übermäßiger Stickstoffdüngung
  • rechtzeitiger Schutz vor ersten starken Frösten

Besonders bei Knollensellerie und Lauch kann sich die Pflege im Spätsommer noch deutlich auf die spätere Erntemenge auswirken.

Fazit

Kohl, Knollensellerie und Lauch wachsen auch im Spätsommer weiter. Wer den richtigen Zeitpunkt für die Nährstoffversorgung erwischt und gleichzeitig auf Wasser, Boden und Pflanzengesundheit achtet, kann den Pflanzen noch einmal wichtige Wachstumsimpulse geben.

Dabei gilt jedoch: Nicht möglichst viel Dünger bringt die beste Ernte, sondern eine bedarfsgerechte und ausgewogene Versorgung. So können die Pflanzen ihre letzten Wachstumswochen optimal nutzen und bis zur Ernte noch deutlich an Größe und Gewicht zulegen.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

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