Warum Tomaten aufplatzen und wie man die Früchte ganz hält: Tipps vom Agronomen

Tomaten gehören zu den beliebtesten Pflanzen im Gemüsegarten. Doch gerade wenn die Früchte endlich groß und reif werden, kann ein häufiges Problem auftreten: Die Tomaten platzen auf und bekommen tiefe Risse. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch dazu führen, dass Krankheitserreger und Fäulnis leichter in die Früchte eindringen.

Warum platzen Tomaten auf und was kann man dagegen tun?

Warum platzen Tomaten auf?

Der häufigste Grund für aufgeplatzte Tomaten ist eine ungleichmäßige Wasserversorgung. Wenn der Boden längere Zeit trocken war und anschließend sehr viel Wasser bekommt, nimmt die Pflanze plötzlich große Mengen Wasser auf.

Die Tomatenfrucht wächst dadurch schnell. Die Schale kann mit diesem schnellen Wachstum jedoch nicht immer Schritt halten und reißt auf.

Besonders häufig passiert das nach starken Regenfällen, wenn zuvor eine längere Trockenperiode herrschte.

Auch starke Temperaturschwankungen können eine Rolle spielen

Nicht nur Wasser beeinflusst die Stabilität der Tomatenschale. Große Unterschiede zwischen heißen Tagen und kühlen Nächten können den Stoffwechsel und das Wachstum der Pflanze beeinflussen.

Bei empfindlichen Sorten kann dadurch das Risiko für Risse zusätzlich steigen.

Welche Tomaten platzen besonders häufig?

Einige Sorten besitzen eine dünnere oder empfindlichere Schale und neigen stärker zum Aufplatzen. Auch sehr große und fleischige Tomaten können bei starken Schwankungen der Wasserversorgung Risse bekommen.

Wer im Garten regelmäßig Probleme mit geplatzten Früchten hat, sollte deshalb bei der Sortenwahl auch auf robuste, weniger rissanfällige Sorten achten.

So verhindert man aufgeplatzte Tomaten

1. Gleichmäßig gießen

Die wichtigste Maßnahme ist eine konstante Bodenfeuchtigkeit. Der Boden sollte weder vollständig austrocknen noch dauerhaft nass sein.

Besser ist es, regelmäßig und ausreichend zu gießen, anstatt die Pflanzen nur gelegentlich mit sehr großen Wassermengen zu versorgen.

2. Tomaten mulchen

Eine Mulchschicht rund um die Pflanzen kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden länger zu halten.

Geeignet sind beispielsweise Rasenschnitt, Stroh oder gut verrotteter Kompost. Der Mulch sollte nicht direkt am Stängel liegen.

3. Nach Trockenheit nicht übermäßig wässern

Wenn der Boden bereits sehr trocken ist, sollte man nicht versuchen, den Wassermangel mit einer extrem großen Wassermenge auf einmal auszugleichen.

Eine gleichmäßige Bewässerung ist für Tomaten deutlich günstiger.

4. Für eine gute Drainage sorgen

Tomaten mögen Feuchtigkeit, aber keine Staunässe. Ein lockerer und gut durchlässiger Boden sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser abfließen kann.

Bei sehr schweren Böden kann eine Verbesserung der Bodenstruktur sinnvoll sein.

Was tun mit bereits aufgeplatzten Tomaten?

Kleine, frisch entstandene Risse sind nicht automatisch ein Grund, die gesamte Frucht wegzuwerfen. Allerdings sollten aufgeplatzte Tomaten möglichst rasch geerntet und verarbeitet werden.

Früchte mit tiefen Rissen, Schimmel, Fäulnis oder unangenehmem Geruch sollten dagegen nicht mehr verzehrt werden.

Der richtige Zeitpunkt zum Ernten

Wer häufig mit Rissen zu kämpfen hat, kann die Tomaten etwas früher ernten, sobald sie beginnen, ihre sortentypische Farbe anzunehmen. Viele Tomaten können anschließend bei Raumtemperatur nachreifen.

So lassen sich die Früchte bei ungünstiger Witterung teilweise vor weiteren Schäden schützen.

Fazit

Warum platzen Tomaten auf? In vielen Fällen liegt die Ursache in starken Schwankungen der Wasserversorgung. Nach längerer Trockenheit kann reichlicher Regen dazu führen, dass die Früchte schnell wachsen und ihre Schale aufreißt.

Regelmäßiges Gießen, Mulchen, ein gut durchlässiger Boden und die Wahl weniger rissanfälliger Sorten helfen dabei, Tomaten vor dem Aufplatzen zu schützen.

Wer seine Pflanzen aufmerksam beobachtet und die Bodenfeuchtigkeit möglichst konstant hält, kann sich deutlich häufiger über gesunde, schöne und ganze Tomaten freuen.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

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