Wanzen an Tomaten: Warum Sie die Schädlinge im August nicht ignorieren sollten

Im Spätsommer entdeckt man im Garten manchmal kleine, auffällig gefärbte oder grünliche Insekten auf den reifen Tomaten. Auf den ersten Blick wirken sie harmlos, doch einige Wanzenarten können Gemüse durchaus schädigen. Besonders problematisch ist, dass nicht nur ausgewachsene Tiere, sondern auch junge Wanzenlarven an Pflanzen saugen können.

Neben Tomaten können unter anderem Paprika und Zucchini betroffen sein. Wer die ersten Tiere rechtzeitig erkennt, kann eine stärkere Ausbreitung häufig verhindern.

Warum sitzen Wanzen auf reifen Tomaten?

Wanzen stechen mit ihren Mundwerkzeugen Pflanzenteile an und saugen Pflanzensaft. Reife und fast reife Früchte können dabei besonders attraktiv sein.

An den Einstichstellen können kleine verfärbte, eingesunkene oder verhärtete Bereiche entstehen. Bei stärkerem Befall kann die Qualität der Früchte deutlich leiden.

Nicht jede Wanze, die im Garten auftaucht, ist jedoch automatisch ein gefährlicher Pflanzenschädling. Deshalb sollte zunächst möglichst genau bestimmt werden, um welche Art es sich handelt.

Junge Wanzen nicht unterschätzen

Besonders leicht übersieht man die jungen Entwicklungsstadien. Wanzenlarven sind häufig kleiner und sehen anders aus als erwachsene Tiere. Trotzdem können auch sie Pflanzensaft aufnehmen und dadurch Schäden verursachen.

Sie sitzen oft an:

  • jungen Trieben,
  • Blättern,
  • Blüten,
  • kleinen Früchten,
  • der Unterseite von Blättern.

Deshalb lohnt sich im August eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen – nicht nur der sichtbaren Oberseiten.

Welche Schäden können an Tomaten entstehen?

Bei einem Befall können an Tomaten verschiedene Veränderungen auftreten. Typisch sind beispielsweise kleine Einstichstellen, Verfärbungen oder unregelmäßige Flecken.

Die Früchte können äußerlich weniger attraktiv aussehen und bei stärkerem Befall auch geschmacklich beeinträchtigt sein.

Wenn Sie ungewöhnliche Flecken feststellen, sollten Sie deshalb nicht sofort von einer Krankheit ausgehen. Auch saugende Insekten können solche Symptome verursachen.

Auch Paprika und Zucchini kontrollieren

Wanzen beschränken sich nicht unbedingt auf eine einzige Pflanzenart. Wenn sie sich auf Tomaten angesiedelt haben, sollten deshalb auch andere Gemüsepflanzen im Garten kontrolliert werden.

Paprika kann durch Saugtätigkeit ebenfalls geschädigt werden. Auch bei Zucchini lohnt sich ein Blick auf Blätter, Triebe und junge Früchte.

Besonders wichtig ist die Kontrolle dort, wo Pflanzen dicht nebeneinander wachsen. Von einer Pflanze können sich die Tiere leicht auf benachbarte Kulturen ausbreiten.

So erkennen Sie einen möglichen Befall

Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und achten Sie auf ungewöhnliche Veränderungen.

Schauen Sie besonders nach:

  • kleinen Insekten auf den Blättern,
  • Larven in Gruppen,
  • Flecken an Früchten,
  • Einstichstellen,
  • deformierten jungen Früchten,
  • beschädigten Triebspitzen.

Ein kleiner Handspiegel kann hilfreich sein, um auch die Blattunterseiten zu kontrollieren.

Was tun bei wenigen Wanzen?

Wenn Sie nur einzelne Tiere entdecken, müssen Sie nicht sofort zu chemischen Pflanzenschutzmitteln greifen.

Bei einem kleinen Befall kann es sinnvoll sein, die Tiere vorsichtig abzusammeln und zu entfernen. Kontrollieren Sie anschließend die Pflanze und ihre unmittelbare Umgebung erneut.

Auch Eier und junge Larven sollten möglichst früh erkannt werden. Eine regelmäßige Kontrolle ist daher eine der wichtigsten Maßnahmen im Gemüsegarten.

Bei stärkerem Befall gezielt vorgehen

Wenn sich die Wanzen stark vermehren, sollte zunächst die genaue Art bestimmt werden. Das ist wichtig, weil nicht jede Wanze ein Pflanzenschädling ist und manche Arten sogar nützlich sein können.

Erst nach einer sicheren Bestimmung sollte über geeignete Pflanzenschutzmaßnahmen nachgedacht werden. Bei zugelassenen Pflanzenschutzmitteln sind immer die Angaben auf dem Etikett zu beachten – insbesondere hinsichtlich Kultur, Dosierung, Wartezeit und Anwendung.

Hausmittel sollten dagegen nicht unkritisch eingesetzt werden, insbesondere nicht kurz vor der Ernte.

Hygiene im Garten hilft ebenfalls

Regelmäßiges Entfernen stark beschädigter Pflanzenteile kann dazu beitragen, den Garten übersichtlich zu halten. Nach der Ernte sollten Pflanzenreste nicht unnötig lange im Beet liegen bleiben, wenn sie von Schädlingen befallen sind.

Außerdem lohnt es sich, Unkraut und andere Pflanzen in der unmittelbaren Umgebung zu kontrollieren, da manche Insekten dort ebenfalls Nahrung und Verstecke finden können.

Tomaten regelmäßig ernten

Reife Tomaten sollten regelmäßig geerntet werden. Lassen Sie überreife oder beschädigte Früchte nicht unnötig lange an der Pflanze hängen.

Eine regelmäßige Ernte erleichtert gleichzeitig die Kontrolle der Pflanzen. So fallen neue Schäden schneller auf und betroffene Früchte können rechtzeitig aussortiert werden.

Fazit

Wanzen an Tomaten sollten im August nicht ignoriert werden. Besonders junge Wanzenlarven können leicht übersehen werden und ebenfalls Schäden durch ihre Saugtätigkeit verursachen. Neben Tomaten können auch Paprika und Zucchini betroffen sein.

Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Blätter, Triebe und Früchte. Bei einzelnen Tieren kann das vorsichtige Absammeln eine einfache Maßnahme sein. Bei einem stärkeren Befall sollte zunächst die Wanzenart bestimmt werden, bevor gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen erfolgen.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

Leave a Comment