Gladiolen gehören zu den eindrucksvollsten Sommerblumen im Garten. Wenn sie ihre langen, prächtigen Blütenähren öffnen, ziehen sie sofort alle Blicke auf sich. Doch gerade während der Blüte brauchen die Pflanzen ausreichend Wasser und Nährstoffe.
Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, die Gladiolen einfach sich selbst zu überlassen. Eine gezielte und maßvolle Versorgung kann dabei helfen, die Pflanze während der Blüte zu unterstützen und die Bildung weiterer Knospen zu begleiten.
Warum brauchen Gladiolen während der Blüte Nährstoffe?
Die Blütenbildung kostet eine Pflanze viel Energie. Gladiolen müssen gleichzeitig ihre Blüten entwickeln, die Blätter versorgen und Nährstoffreserven in der Knolle aufbauen.
Bei einer schwachen Nährstoffversorgung kann das Wachstum nachlassen. Die unteren Blüten können schneller verblühen und neu erscheinende Knospen kleiner ausfallen.
Deshalb sollte man während der Blüte nicht nur auf die Blüten selbst achten, sondern die gesamte Pflanze im Blick behalten.
Welcher Dünger ist für Gladiolen geeignet?
Während der Blüte sollte eine ausgewogene Nährstoffversorgung im Vordergrund stehen. Ein Dünger für Blühpflanzen oder ein geeigneter Gartendünger kann verwendet werden, sofern er für Gladiolen beziehungsweise Zwiebel- und Knollenpflanzen geeignet ist.
Besonders wichtig ist, nicht einfach möglichst viel Dünger zu geben. Eine Überdüngung bringt keinen zusätzlichen Vorteil und kann die Pflanzen beziehungsweise ihre Wurzeln belasten.
Wer regelmäßig düngt, sollte deshalb unbedingt die Dosierung auf der Verpackung beachten.
Nicht nur Stickstoff geben
Ein häufiger Fehler besteht darin, bei schwachem Wachstum einfach einen stark stickstoffbetonten Dünger einzusetzen.
Stickstoff fördert vor allem das Blattwachstum. Während der Blüte ist jedoch eine ausgewogene Versorgung wichtiger. Zu viel Stickstoff kann zu üppigem Blattwachstum führen, ohne dass dadurch automatisch besonders viele oder große Blüten entstehen.
Für blühende Gladiolen sollte deshalb ein Dünger gewählt werden, der nicht ausschließlich auf Stickstoff setzt.
Kalium kann bei der Blüten- und Knollenpflege eine Rolle spielen
Kalium ist ein wichtiger Pflanzennährstoff und spielt unter anderem im Wasserhaushalt und bei verschiedenen Stoffwechselprozessen der Pflanze eine Rolle.
Eine ausgewogene Kaliumversorgung kann deshalb Teil einer guten Pflege von Gladiolen sein. Trotzdem sollte man nicht nach dem Motto „mehr hilft mehr“ vorgehen. Entscheidend ist eine bedarfsgerechte Düngung.
So düngen Sie Gladiolen richtig
Bei bereits blühenden Gladiolen sollte der Dünger entsprechend den Herstellerangaben angewendet werden.
Flüssigdünger wird normalerweise mit Wasser verdünnt und über den Wurzelbereich gegeben. Dabei sollte möglichst vermieden werden, konzentrierte Düngerlösung direkt auf Blätter oder Blüten zu bringen.
Granulierte Dünger sollten ebenfalls entsprechend der Gebrauchsanweisung eingesetzt und bei Bedarf anschließend ausreichend eingewässert werden.
Lieber maßvoll und regelmäßig als einmalig zu viel.
Wasser ist im August genauso wichtig
Neben den Nährstoffen spielt die Wasserversorgung eine entscheidende Rolle. Gerade bei warmem und trockenem Wetter benötigen Gladiolen ausreichend Feuchtigkeit.
Der Boden sollte gleichmäßig feucht bleiben, ohne dass dauerhaft Staunässe entsteht.
Am besten wird direkt am Boden gegossen. So bleiben Blätter und Blüten möglichst trocken, was insbesondere bei feuchtwarmem Wetter vorteilhaft sein kann.
Verblühte Blüten regelmäßig entfernen
Sobald einzelne Gladiolenblüten verblüht sind, können sie vorsichtig entfernt werden. Dadurch bleibt die Pflanze optisch gepflegt.
Der Blütenstängel sollte jedoch nicht unnötig früh vollständig entfernt werden. Die grünen Blätter sind weiterhin wichtig, weil die Pflanze über sie Energie produziert und Reserven für die Knolle aufbauen kann.
Das Laub sollte deshalb nach der Blüte möglichst lange gesund und grün bleiben.
Warum die Blätter nach der Blüte wichtig sind
Viele Gartenbesitzer schneiden Gladiolen nach dem Verblühen schnell zurück. Das ist nicht ideal.
Auch wenn keine Blüten mehr vorhanden sind, arbeitet das Laub weiter. Die Pflanze nutzt die Blätter, um mithilfe der Photosynthese Nährstoffreserven für die Knolle aufzubauen.
Eine gute Nachblütepflege kann deshalb entscheidend dafür sein, wie kräftig die Gladiolen in der nächsten Saison wieder austreiben.
Was Gladiolen jetzt nicht brauchen
Mehr Dünger ist nicht automatisch besser. Vermeiden sollte man insbesondere:
- eine Überdosierung von Dünger,
- unnötig häufiges Düngen,
- stark stickstoffbetonte Düngung ohne erkennbaren Bedarf,
- Düngen auf völlig ausgetrocknetem Boden,
- dauerhafte Staunässe,
- das vorschnelle Abschneiden gesunder grüner Blätter.
Eine gesunde Pflanze braucht vor allem ein ausgewogenes Verhältnis aus Licht, Wasser, Nährstoffen und guter Pflege.
So bleiben Gladiolen möglichst lange schön
Für eine lange Blüte sind mehrere Faktoren wichtig. Gladiolen bevorzugen einen sonnigen Standort und einen gut drainierten Boden. Bei längerer Trockenheit sollten sie regelmäßig gegossen werden.
Während der Blüte lohnt es sich außerdem, die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge, Krankheiten und beschädigte Blätter zu kontrollieren.
Mit einer guten Pflege können die prächtigen Blütenähren besonders lange ein echter Blickfang im Garten bleiben.
Fazit
Gladiolen brauchen gerade während der Blüte Aufmerksamkeit. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung, ausreichend Wasser und ein sonniger, gut drainierter Standort schaffen gute Voraussetzungen für kräftige Pflanzen und schöne Blüten.
Wer jetzt maßvoll düngt, verblühte Blüten entfernt und das gesunde Laub weiterhin stehen lässt, unterstützt die Gladiolen nicht nur während der aktuellen Blüte, sondern auch beim Aufbau ihrer Reserven für die nächste Saison.