Wie oft sollte man Gurken gießen, damit sie nicht bitter werden? Das passiert bei falscher Bewässerung

Gurken gehören zu den durstigsten Pflanzen im Gemüsegarten. Besonders während heißer Sommertage benötigen sie regelmäßig Wasser. Wird jedoch zu selten oder sehr ungleichmäßig gegossen, können die Früchte unter Stress geraten und bitter schmecken.

Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Gurkenpflege im Sommer. Doch wie oft sollte man Gurken tatsächlich gießen und worauf kommt es dabei an?

Warum werden Gurken bitter?

Der bittere Geschmack kann verschiedene Ursachen haben. Häufig spielt jedoch Wasserstress eine wichtige Rolle.

Wenn die Gurkenpflanze über längere Zeit zu wenig Wasser bekommt, kann sie unter Trockenstress geraten. Besonders ungünstig ist es, wenn auf eine längere Trockenphase plötzlich sehr viel Wasser folgt.

Auch hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung und ungünstige Wachstumsbedingungen können die Entwicklung der Früchte beeinflussen.

Deshalb reicht es nicht aus, die Gurken nur dann zu gießen, wenn die Blätter bereits deutlich schlapp herunterhängen.

Wie oft sollte man Gurken gießen?

Eine feste Anzahl von Gießvorgängen pro Woche gibt es nicht, denn der Wasserbedarf hängt von Wetter, Boden, Standort und Größe der Pflanzen ab.

Als praktische Orientierung gilt:

Bei heißem und trockenem Wetter sollten Gurken regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gegossen werden. An besonders heißen Tagen kann tägliches Gießen notwendig sein, während bei kühler oder regnerischer Witterung deutlich weniger Wasser benötigt wird.

Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern die Feuchtigkeit des Bodens.

Stecke einen Finger einige Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sie sich dort trocken an, ist es Zeit zu gießen. Ist der Boden noch ausreichend feucht, solltest du nicht zusätzlich Wasser geben.

Lieber gründlich als ständig ein wenig

Gurken profitieren in der Regel mehr von einer gleichmäßigen Wasserversorgung als von vielen kleinen Wassergaben.

Beim Gießen sollte das Wasser möglichst direkt an den Wurzelbereich gelangen. Die Erde darf gut durchfeuchtet werden, sollte aber nicht dauerhaft nass sein.

Staunässe kann den Wurzeln schaden und die Pflanze schwächen.

Morgens oder abends gießen?

Besonders an heißen Sommertagen bietet sich das Gießen am frühen Morgen an.

Dann kann die Pflanze das Wasser während des Tages nutzen. Wer morgens nicht gießen kann, kann auch am Abend bewässern. Wichtig ist vor allem, die Blätter möglichst nicht unnötig nass zu machen.

Besonders bei warmem, feuchtem Wetter kann eine dauerhaft feuchte Blattoberfläche die Entwicklung bestimmter Pilzkrankheiten begünstigen.

Warum schwanken Gurken manchmal so stark im Geschmack?

Gurken bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Deshalb reagieren sie empfindlich auf starke Veränderungen bei der Wasserversorgung.

Wenn die Pflanze während der Fruchtbildung immer wieder unter Trockenheit leidet, kann sich das negativ auf die Qualität der Früchte auswirken.

Eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ist daher eine der wichtigsten Grundlagen für saftige und aromatische Gurken.

Mulchen hilft beim Wassersparen

Eine einfache Möglichkeit, die Feuchtigkeit im Boden länger zu halten, ist das Mulchen.

Eine geeignete Mulchschicht kann:

  • die Verdunstung reduzieren,
  • die Bodenfeuchtigkeit stabilisieren,
  • das Wachstum von Unkraut hemmen,
  • den Boden vor starker Erwärmung schützen.

Dafür eignen sich beispielsweise Stroh oder geeignete organische Materialien.

Die Mulchschicht sollte nicht direkt am Pflanzenstängel anliegen.

Woran erkennt man Wassermangel?

Gurken zeigen Wassermangel häufig recht schnell.

Typische Anzeichen sind:

  • schlaffe oder hängende Blätter,
  • verlangsamtes Wachstum,
  • kleinere Früchte,
  • trockenes Substrat,
  • schnelleres Welken bei Hitze.

Wenn die Pflanze nach dem Gießen wieder sichtbar aufrichtet, war Wassermangel wahrscheinlich ein wichtiger Faktor.

Allerdings können ähnliche Symptome auch andere Ursachen haben. Deshalb sollte man bei anhaltenden Problemen zusätzlich Wurzeln, Blätter und Triebe kontrollieren.

Was passiert bei zu viel Wasser?

Auch übermäßiges Gießen ist keine gute Lösung.

Wenn der Boden ständig nass bleibt, bekommen die Wurzeln weniger Sauerstoff. Dadurch können sie geschwächt werden und die Pflanze kann anfälliger für Krankheiten werden.

Deshalb gilt: Nicht möglichst viel Wasser geben, sondern so viel wie die Pflanze tatsächlich benötigt.

Gurken im Kübel brauchen besondere Aufmerksamkeit

Gurken, die in Töpfen oder Kübeln wachsen, trocknen häufig schneller aus als Pflanzen im Gartenbeet.

An heißen Tagen sollte die Feuchtigkeit deshalb häufiger kontrolliert werden.

Gleichzeitig muss das Gefäß über ausreichende Abzugslöcher verfügen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Weitere Tipps für süße und knackige Gurken

Neben dem richtigen Gießen spielen auch andere Faktoren eine Rolle:

  • ausreichend Sonnenlicht,
  • nährstoffreicher Boden,
  • regelmäßige Ernte,
  • genügend Platz für die Pflanzen,
  • gute Luftzirkulation,
  • Kontrolle auf Krankheiten und Schädlinge.

Besonders wichtig ist die regelmäßige Ernte. Große, überreife Gurken sollten nicht unnötig lange an der Pflanze bleiben.

Fazit

Wie oft Gurken gegossen werden sollten, hängt vor allem von Wetter und Bodenfeuchtigkeit ab. Bei heißem, trockenem Wetter benötigen die Pflanzen deutlich häufiger Wasser als bei kühler oder regnerischer Witterung.

Am wichtigsten ist eine möglichst gleichmäßige Wasserversorgung ohne extreme Wechsel zwischen Trockenheit und Staunässe.

Wer die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig kontrolliert, morgens oder bei Bedarf abends gezielt gießt und den Boden beispielsweise mit Stroh mulcht, schafft gute Voraussetzungen für gesunde Pflanzen und knackige, aromatische Gurken ohne unnötigen Wasserstress.

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