Laub auf dem Rasen muss nicht immer geharkt werden: Der Rasenmäher kann daraus wertvollen Mulch machen – aber nur bis zu dieser Grenze

Wenn im Herbst die ersten Blätter auf den Rasen fallen, greifen viele sofort zum Rechen. Doch Laub auf dem Rasen muss nicht immer mühsam zusammengerecht werden. Unter bestimmten Bedingungen kann der Rasenmäher die Blätter fein zerkleinern und damit sogar etwas Gutes für den Boden tun.

Allerdings funktioniert diese Methode nicht unbegrenzt. Liegt zu viel Laub auf dem Rasen, kann die dicke Schicht Licht und Luft fernhalten und die Gräser regelrecht ersticken. Entscheidend ist deshalb, wie viel Laub auf dem Rasen liegt und wie fein es zerkleinert wird.

Warum kann zerkleinertes Laub dem Rasen helfen?

Fein gehäckseltes Laub kann sich zwischen die Grashalme verteilen und nach und nach zersetzt werden. Dabei gelangt organisches Material zurück in den Boden.

Besonders praktisch ist, dass man das Laub nicht erst mühsam sammeln, abtransportieren und entsorgen muss. Der Rasenmäher übernimmt gleichzeitig das Mähen und Zerkleinern.

Wichtig ist jedoch, dass die Blätter wirklich fein zerhackt werden. Große, ganze Blätter bilden dagegen schnell eine zusammenhängende Schicht, die Wasser, Luft und Licht schlechter durchlässt.

Wann kann der Rasenmäher das Laub einfach zerkleinern?

Diese Methode eignet sich vor allem dann, wenn nur eine dünne Schicht trockener oder leicht feuchter Blätter auf dem Rasen liegt.

Die Blätter sollten möglichst gleichmäßig über die Rasenfläche verteilt sein. Anschließend fährt man mit dem Rasenmäher langsam über die Fläche und zerkleinert das Laub.

Je nach Menge kann es sinnvoll sein, mehrmals in unterschiedlichen Richtungen zu mähen. Ziel ist, dass die Blattstücke so klein werden, dass sie zwischen die Grashalme fallen können.

Die wichtige Grenze: Zu viel Laub schadet dem Rasen

Hier liegt der entscheidende Punkt. Eine dünne Schicht fein zerkleinerter Blätter kann unproblematisch sein, eine dicke Laubdecke dagegen kann den Rasen belasten.

Wenn die Blätter bereits mehrere Zentimeter hoch liegen und die Grashalme kaum noch sichtbar sind, sollte man sie nicht einfach immer weiter mulchen. Eine große Menge zerkleinerter Blätter kann sich zu einer dichten Schicht verbinden.

Dadurch gelangt weniger Licht an die Gräser und die Oberfläche trocknet schlechter ab. Besonders bei feuchtem Herbstwetter kann dies die Rasenqualität beeinträchtigen.

Sind die Grashalme unter dem Laub kaum noch zu erkennen, ist es Zeit, das überschüssige Laub zu entfernen.

So mulchen Sie Laub mit dem Rasenmäher richtig

Am besten wartet man auf einen trockenen oder nur leicht feuchten Tag. Sehr nasses Laub klebt schnell zusammen und lässt sich schlechter zerkleinern.

Stellen Sie den Rasenmäher auf eine passende Schnitthöhe und fahren Sie langsam über die Fläche. Bei einer größeren Laubmenge sollte man nicht versuchen, alles in einem Durchgang zu bewältigen.

Nach dem ersten Mähen sollte man kontrollieren, ob noch größere Blattstücke auf der Oberfläche liegen. Falls nötig, kann ein zweiter Durchgang folgen.

Die Blattreste sollten anschließend zwischen den Grashalmen verteilt sein und nicht als geschlossene Schicht auf dem Rasen liegen.

Nasses Laub besser nicht einfach liegen lassen

Besonders problematisch ist eine dicke Schicht nassen Laubs. Die Blätter kleben zusammen und können eine kompakte Decke bilden.

Nach Regenfällen sollte man deshalb nicht warten, bis sich große Mengen angesammelt haben. Wenn das Laub bereits schwer und nass ist, ist das Aufsammeln häufig die bessere Lösung.

Gesammeltes Laub muss übrigens nicht automatisch im Abfall landen. Es kann beispielsweise für Kompost oder als Mulch für geeignete Beete verwendet werden.

Welches Laub eignet sich für den Rasen?

Grundsätzlich lassen sich viele Laubarten zerkleinern. Kleine und weiche Blätter werden vom Rasenmäher meist besonders gut verarbeitet.

Bei großen, lederartigen Blättern kann es dagegen schwieriger sein, eine ausreichend feine Struktur zu erreichen. Solches Laub sollte gegebenenfalls gesammelt und anderweitig im Garten verwendet werden.

Auch stark von Krankheiten befallenes Laub sollte nicht einfach auf dem Rasen verteilt werden. In solchen Fällen ist es sinnvoller, das Pflanzenmaterial entsprechend zu entfernen und zu entsorgen.

Warum regelmäßiges Mähen im Herbst sinnvoll ist

Wer das Laub regelmäßig mit dem Rasenmäher zerkleinert, verhindert, dass sich eine dicke Schicht auf dem Rasen ansammelt. Gleichzeitig bleibt der Rasen weiterhin relativ kurz und gepflegt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man im Herbst ständig mähen muss. Entscheidend ist vielmehr die Kombination aus der aktuellen Rasenhöhe, der Laubmenge und der Witterung.

Wenn das Gras kaum noch wächst und der Boden dauerhaft nass ist, sollte man besonders vorsichtig sein. Das Befahren eines sehr nassen Rasens kann den Boden verdichten und zusätzliche Schäden verursachen.

Wann sollte man Laub vollständig entfernen?

Eine vollständige Entfernung ist sinnvoll, wenn die Laubschicht zu dick geworden ist oder sich trotz mehrmaligem Mähen nicht ausreichend zerkleinern lässt.

Auch auf schattigen Rasenflächen sollte man besonders aufmerksam sein. Dort trocknet Laub langsamer und kann sich schneller zu einer feuchten Schicht entwickeln.

Ein einfacher Test hilft: Wenn nach dem Mähen noch eine deutlich sichtbare, geschlossene Schicht aus Blättern auf dem Rasen liegt, reicht das Zerkleinern allein nicht mehr aus.

Fazit

Laub auf dem Rasen muss nicht immer geharkt werden. Eine dünne Schicht kann mit dem Rasenmäher fein zerkleinert und auf der Fläche verteilt werden. Die kleinen Blattstücke können anschließend nach und nach verrotten und organisches Material in den Boden zurückführen.

Die Methode hat jedoch eine klare Grenze: Zu viel Laub kann den Rasen bedecken, Licht und Luft fernhalten und die Gräser schwächen. Deshalb sollte überschüssiges Laub entfernt werden, sobald keine geschlossene Rasendecke mehr erkennbar ist.

Wer im Herbst regelmäßig kontrolliert und das Laub rechtzeitig fein zerkleinert oder entfernt, kann sich viel Arbeit sparen und gleichzeitig für einen gesunden Rasen sorgen.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

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