Meerrettich sollte man im September nicht vorschnell aus dem Boden holen. Gerade in dieser Zeit kann die Wurzel noch deutlich an Größe und Stärke gewinnen. Der richtige Erntezeitpunkt entscheidet außerdem maßgeblich darüber, wie intensiv und scharf der Geschmack später ist.
Wer kräftige, aromatische Meerrettichwurzeln aus dem eigenen Garten ernten möchte, sollte deshalb noch etwas Geduld haben.
Warum Meerrettich im September noch weiterwächst
Der oberirdische Teil der Pflanze wirkt im Spätsommer und Frühherbst möglicherweise schon weniger aktiv, doch unter der Erde geht das Wachstum weiter. Die Pflanze lagert weiterhin Nährstoffe in der Wurzel ein.
Genau deshalb lohnt es sich, mit der Ernte nicht zu früh zu beginnen. Eine längere Wachstumszeit kann zu kräftigeren und dickeren Wurzeln führen.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Meerrettich-Ernte?
Meerrettich wird traditionell im Spätherbst geerntet. Besonders geeignet ist eine Zeit, in der die Blätter bereits zurückgehen und sich die Pflanze auf die Winterruhe vorbereitet.
Ein weiterer Vorteil: Nach den ersten kühleren Temperaturen entwickelt die Wurzel häufig ein besonders ausgeprägtes Aroma.
Viele Gärtner orientieren sich deshalb an der einfachen Regel: Meerrettich lieber etwas später als zu früh ernten.
Warum der Erntezeitpunkt den Geschmack beeinflusst
Der typische Geschmack von Meerrettich entsteht durch schwefelhaltige Inhaltsstoffe, die beim Zerkleinern der Wurzel freigesetzt werden. Dadurch erhält frisch geriebener Meerrettich sein charakteristisches, scharfes Aroma.
Für einen besonders kräftigen Geschmack sollten die Wurzeln gesund, gut entwickelt und nicht zu früh aus dem Boden genommen werden.
Dabei gilt jedoch: Nicht nur der Erntezeitpunkt beeinflusst die Schärfe. Auch Sorte, Standort, Boden, Witterung und die Lagerung spielen eine Rolle.
So erntest du Meerrettich richtig
Die Ernte ist relativ unkompliziert, allerdings sitzen die Wurzeln oft tief im Boden.
1. Einen trockenen Tag wählen
Am besten erntest du bei trockenem Wetter, wenn der Boden nicht völlig durchnässt ist. Das erleichtert das Herausnehmen der Wurzeln.
2. Erde vorsichtig lockern
Steche mit einer Grabegabel oder einem Spaten ausreichend Abstand zur Pflanze in den Boden. Lockere die Erde vorsichtig, damit die Wurzel möglichst unbeschädigt bleibt.
3. Wurzel herausziehen
Sobald die Erde gelockert ist, kann die Meerrettichwurzel vorsichtig herausgehoben werden. Vermeide unnötiges Abschneiden oder Zerbrechen.
4. Erde entfernen
Schüttle grobe Erde vorsichtig ab und entferne die Blätter. Die Wurzeln sollten anschließend nicht unnötig lange feucht liegen.
Ein wichtiger Tipp für die Lagerung
Frischer Meerrettich lässt sich über längere Zeit lagern, wenn die Bedingungen stimmen. Die Wurzeln sollten kühl, dunkel und möglichst gleichmäßig feucht aufbewahrt werden, ohne dass sich Staunässe bildet.
Beschädigte oder faulende Wurzelstücke sollten aussortiert werden, damit sie die gesunden Wurzeln nicht beeinträchtigen.
Meerrettich nicht unnötig früh ausgraben
Wer im September bereits neugierig ist, wie groß die Wurzel geworden ist, sollte möglichst widerstehen. Ein zu frühes Ausgraben kann bedeuten, dass die Wurzel noch nicht ihre endgültige Größe und ihr volles Aroma erreicht hat.
Geduld zahlt sich bei Meerrettich aus: Lass die Pflanze noch weiter Nährstoffe in der Wurzel sammeln und plane die eigentliche Ernte eher für den späteren Herbst ein.
Fazit
Meerrettich im September noch nicht ausgraben – diese einfache Gartenregel kann sich für eine kräftige Ernte lohnen. Die Wurzel wächst im Frühherbst noch weiter und kann dadurch an Größe und Qualität gewinnen. Der spätere Erntezeitpunkt trägt außerdem dazu bei, dass der Meerrettich sein typisches intensives Aroma entwickelt.
Wer die Wurzeln vorsichtig erntet und anschließend richtig lagert, kann sich auch nach der Gartensaison noch lange über würzigen Meerrettich aus dem eigenen Garten freuen.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.