Chrysanthemen können bis zum Frost blühen – im Herbst brauchen sie aber einen ganz anderen Dünger als im Frühjahr

Chrysanthemen gehören zu den dankbarsten Herbstblühern im Garten. Wenn die Pflanzen ausreichend Licht bekommen und richtig gepflegt werden, können sie ihre farbenfrohen Blüten oft bis weit in den Herbst hinein zeigen – manchmal sogar bis zu den ersten Frösten. Doch gerade im Herbst sollte man bei der Düngung nicht mehr nach dem gleichen Prinzip vorgehen wie im Frühjahr.

Während Chrysanthemen im Frühjahr vor allem Nährstoffe für kräftiges Wachstum und den Aufbau neuer Triebe benötigen, steht im Herbst die Blüte und die Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit im Mittelpunkt.

Warum Chrysanthemen im Herbst einen anderen Dünger brauchen

Im Frühjahr wird häufig ein Dünger verwendet, der relativ viel Stickstoff enthält. Stickstoff fördert das Wachstum von Blättern und jungen Trieben. Für die Entwicklung einer Chrysantheme nach dem Winter kann das durchaus sinnvoll sein.

Im Herbst verändert sich der Bedarf der Pflanze jedoch. Eine starke Stickstoffdüngung kann jetzt sogar unerwünscht sein. Sie fördert weiches, neues Grün, das vor den ersten kalten Nächten nicht mehr ausreichend ausreifen kann.

Für die Herbstpflege sind deshalb Dünger mit weniger Stickstoff und einem ausgewogeneren Anteil an Kalium und Phosphor besser geeignet.

Kalium spielt im Herbst eine wichtige Rolle

Kalium ist einer der Nährstoffe, die bei der Vorbereitung vieler Gartenpflanzen auf den Winter eine wichtige Rolle spielen. Es unterstützt unter anderem die Stabilität des Pflanzengewebes und den Wasserhaushalt.

Bei Chrysanthemen kann eine passende Kaliumversorgung dazu beitragen, dass die Pflanzen kräftig in die kalte Jahreszeit gehen. Besonders bei mehrjährigen Sorten ist das wichtig, wenn sie im Beet überwintern sollen.

Dabei gilt: Mehr Dünger bedeutet nicht automatisch mehr Blüten oder eine bessere Winterhärte. Eine Überdüngung kann den Pflanzen ebenso schaden wie ein Nährstoffmangel.

Was man Chrysanthemen im Herbst geben kann

Für die Herbstpflege eignet sich beispielsweise ein spezieller Herbstdünger mit reduziertem Stickstoffanteil. Auch ein geeigneter Blühpflanzendünger kann verwendet werden, sofern er nicht besonders stickstoffreich ist.

Eine weitere Möglichkeit ist reifer Kompost. Er verbessert die Bodenstruktur und liefert verschiedene Nährstoffe in einer vergleichsweise milden Form. Besonders bei Gartenchrysanthemen kann eine dünne Kompostschicht rund um die Pflanze sinnvoll sein.

Frischen Mist oder sehr stark stickstoffhaltige Dünger sollte man dagegen im Herbst vermeiden.

Der richtige Zeitpunkt für die letzte Düngung

Die letzte stärkere Düngung sollte nicht erst kurz vor dem Winter erfolgen. Sinnvoller ist es, die Pflanze nach der Hauptwachstumsphase und während der Herbstblüte nur noch gezielt zu versorgen.

Wenn die Chrysantheme bereits deutlich auf die kalte Jahreszeit vorbereitet ist, sollte man mit weiteren Düngergaben vorsichtig sein. Späte Stickstoffgaben können neues Wachstum anregen, das vor dem Frost nicht mehr richtig ausreift.

So düngen Sie Chrysanthemen richtig

Bei der Anwendung eines gekauften Düngers sollte immer die Dosierung auf der Verpackung beachtet werden. Grundsätzlich ist es besser, etwas zurückhaltender zu düngen, als die Pflanzen mit zu vielen Nährstoffen zu belasten.

Den Dünger verteilt man nicht direkt an den Stängeln, sondern im Bereich rund um die Pflanze. Anschließend sollte der Boden ausreichend feucht sein, damit die Nährstoffe aufgenommen werden können.

Bei Topf-Chrysanthemen ist besondere Vorsicht geboten, da sich Nährstoffe im begrenzten Erdvolumen schneller anreichern können.

Nicht nur der Dünger entscheidet über eine lange Blüte

Wer möchte, dass Chrysanthemen möglichst lange blühen, sollte nicht ausschließlich auf die Nährstoffversorgung achten. Auch der Standort spielt eine große Rolle.

Ein heller Platz mit ausreichend Sonne ist ideal. Gleichzeitig sollten die Pflanzen nicht dauerhaft in sehr nasser Erde stehen. Staunässe kann die Wurzeln schädigen und die Pflanzen schwächen.

Verblühte Blüten können regelmäßig entfernt werden. Dadurch bleibt die Pflanze gepflegt und ihre Energie wird nicht unnötig in die Samenbildung gesteckt.

Chrysanthemen vor dem ersten Frost schützen

Mehrjährige Chrysanthemen können je nach Sorte und Standort unterschiedlich winterhart sein. Nach dem Ende der Blüte sollte man deshalb nicht sofort alle Triebe radikal entfernen.

In Regionen mit kalten Wintern kann eine schützende Mulchschicht aus Laub, Reisig oder anderem geeigneten Material helfen, den Wurzelbereich vor starken Temperaturschwankungen zu schützen.

Wichtig ist jedoch, dass das Schutzmaterial nicht dauerhaft nass auf der Pflanze liegt. Zu viel Feuchtigkeit kann Fäulnis begünstigen.

Häufige Fehler bei der Herbstpflege

Einer der häufigsten Fehler ist eine zu späte und zu stickstoffreiche Düngung. Die Pflanze bildet dadurch noch einmal frische Triebe, obwohl sie sich eigentlich auf die Ruhephase vorbereiten sollte.

Auch eine Überdosierung von Dünger bringt keinen Vorteil. Chrysanthemen benötigen im Herbst keine ständig steigenden Nährstoffmengen, sondern eine ausgewogene Versorgung und gute Bedingungen für den Übergang in den Winter.

Wer außerdem regelmäßig gießt, sollte darauf achten, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Fazit

Chrysanthemen können mit der richtigen Pflege tatsächlich bis zu den ersten Frösten blühen. Im Herbst sollte man ihnen jedoch nicht denselben Dünger geben wie im Frühjahr. Während im Frühjahr stickstoffbetonte Nahrung das Wachstum unterstützt, sind im Herbst vor allem eine ausgewogene Versorgung und ein geringerer Stickstoffanteil sinnvoll.

Wer rechtzeitig auf die richtige Düngung, einen geeigneten Standort und einen gut geschützten Wurzelbereich achtet, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass die Chrysanthemen ihre farbenfrohe Blüte möglichst lange zeigen und kräftig durch den Winter kommen.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

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