Die Ringelblume gehört zu den unkompliziertesten Blumen im Garten. Im Laufe des Herbstes lässt ihre Blüte nach und die ersten Blütenköpfe trocknen ein. Trotzdem sollten Sie beim Aufräumen des Beetes nicht sofort alles abschneiden und entsorgen.
Denn gerade die unscheinbaren trockenen Blütenköpfe können einen kleinen Schatz für die nächste Gartensaison enthalten: reife Samen. Wer sie richtig sammelt, kann im kommenden Frühjahr neue Ringelblumen aussäen, ohne erneut Saatgut kaufen zu müssen.
Warum trockene Ringelblumenblüten wertvoll sind
Wenn die Blüten der Ringelblume verblühen, bildet die Pflanze Samen. Die zunächst grünen Blütenköpfe trocknen nach und nach ein und werden bräunlich.
Genau diese trockenen Köpfe sollte man nicht vorschnell entfernen. Sind die Samen vollständig ausgereift, können sie gesammelt und für die nächste Aussaat aufbewahrt werden.
Das ist besonders praktisch, weil sich Ringelblumen leicht aus Samen vermehren lassen.
So erkennen Sie reife Samen
Nicht jeder trockene Blütenkopf enthält bereits gut ausgereiftes Saatgut. Für die Samengewinnung sollten Sie möglichst kräftige, vollständig vertrocknete Blüten auswählen.
Die Samen sind meist deutlich an ihrer länglichen, leicht gebogenen Form zu erkennen. Sie lassen sich vorsichtig aus dem trockenen Blütenkopf lösen.
Am besten sammelt man die Samen an einem trockenen Tag. Feuchte Pflanzenteile sollten nicht direkt in ein geschlossenes Gefäß gegeben werden, da sich sonst Schimmel bilden kann.
Ringelblumensamen richtig trocknen
Nach dem Sammeln werden die Samen zunächst an einem trockenen, luftigen und schattigen Ort ausgebreitet. Dort können sie einige Tage vollständig nachtrocknen.
Direkte starke Sonneneinstrahlung ist dafür nicht notwendig. Wichtig ist vor allem, dass keine Restfeuchtigkeit zurückbleibt.
Erst wenn die Samen wirklich trocken sind, sollten sie für die Lagerung verpackt werden.
So bewahren Sie das Saatgut bis zum Frühjahr auf
Für die Aufbewahrung eignet sich ein Papiertütchen besonders gut. Beschriften Sie es am besten direkt mit der Pflanzenart und dem Sammeljahr.
Das Saatgut sollte anschließend trocken, dunkel und möglichst kühl gelagert werden. Feuchtigkeit und große Temperaturschwankungen können die Keimfähigkeit beeinträchtigen.
Wer mehrere Sorten im Garten anbaut, sollte die Samen getrennt aufbewahren und die Tütchen entsprechend beschriften.
Nicht das gesamte Beet zu früh aufräumen
Ein weiterer Vorteil: Wer einige Ringelblumen bis zum Ende der Saison stehen lässt, bietet gleichzeitig verschiedenen Gartenbewohnern Nahrung und Unterschlupf.
Deshalb muss das Beet nicht sofort nach dem Ende der Blüte vollständig zurückgeschnitten werden. Einige trockene Pflanzenreste können durchaus noch eine Weile stehen bleiben.
Später, beim endgültigen Herbstputz, können die Pflanzen entfernt werden. Reife Samen lassen sich dann entweder gezielt sammeln oder teilweise an der Pflanze ausreifen lassen.
Ringelblumen im nächsten Frühjahr selbst aussäen
Im Frühjahr können die gesammelten Samen direkt ins vorbereitete Beet ausgesät werden. Ringelblumen sind dabei relativ unkompliziert und eignen sich auch hervorragend für Gartenanfänger.
Die Samen werden nur flach mit Erde bedeckt und anschließend vorsichtig angegossen. Sobald die Temperaturen ausreichend mild sind, beginnen sie zu keimen.
Wer die Ringelblume einmal im Garten etabliert hat, kann häufig jedes Jahr eigenes Saatgut gewinnen.
Fazit
Trockene Ringelblumenblüten sind nicht einfach Gartenabfall. In ihren Blütenköpfen können sich wertvolle Samen befinden, die im nächsten Frühjahr für eine neue Blütengeneration sorgen.
Bevor Sie das Beet im Herbst vollständig aufräumen, lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die trockenen Blütenköpfe. Sammeln Sie reife Samen, lassen Sie sie gründlich trocknen und bewahren Sie sie richtig auf – dann können Sie im nächsten Jahr wieder zahlreiche farbenfrohe Ringelblumen im Garten genießen.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.