Im Herbst nimmt die Legeleistung vieler Hühner spürbar ab. Kürzere Tage, weniger natürliches Licht, der Wechsel des Gefieders und sinkende Temperaturen können dazu führen, dass plötzlich weniger Eier im Nest liegen. Doch mit der richtigen Haltung und Fütterung lässt sich die Legeleistung oft unterstützen.
Einen einfachen Tipp bekam ich vor Jahren von meinem Schwiegervater. Seitdem achte ich im Herbst besonders auf eine Sache, die viele Hobby-Hühnerhalter unterschätzen: Hühner brauchen jetzt nicht einfach nur mehr Futter, sondern die richtigen Bedingungen für ihren natürlichen Rhythmus.
Warum legen Hühner im Herbst weniger Eier?
Die Eierproduktion einer Henne hängt stark von der Tageslänge ab. Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, erhält der Körper weniger Lichtreize. Gleichzeitig beginnen viele Hühner mit der Mauser. Während dieser Zeit benötigt der Organismus zusätzliche Energie und Nährstoffe für die Bildung neuer Federn.
Deshalb ist es völlig normal, wenn die Zahl der Eier im Herbst vorübergehend sinkt.
Wer jedoch für eine gute Versorgung sorgt, kann seine Hühner dabei unterstützen, ihre Legeleistung möglichst lange aufrechtzuerhalten.
Der wichtigste Tipp: ausreichend Licht und ein fester Tagesrhythmus
Mein Schwiegervater sagte immer: „Im Herbst musst du zuerst auf den Tagesrhythmus der Hühner achten.“
Das bedeutet nicht, den Stall einfach rund um die Uhr zu beleuchten. Viel wichtiger ist ein möglichst regelmäßiger Rhythmus aus Hell und Dunkel.
Wenn künstliche Beleuchtung eingesetzt wird, sollte sie morgens langsam bzw. zu einer festen Zeit zugeschaltet werden. Ein hell erleuchteter Stall bis spät in die Nacht ist dagegen keine gute Idee. Hühner brauchen eine ausreichend lange ungestörte Dunkelphase, um sich zu erholen.
Regelmäßigkeit ist wichtiger als möglichst viele Lichtstunden.
Hochwertiges Futter unterstützt die Eierproduktion
Im Herbst sollte die Ernährung besonders ausgewogen sein. Eine Henne benötigt Energie, Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine, um Eier zu bilden und gleichzeitig gesund zu bleiben.
Auf dem Speiseplan sollten deshalb ein hochwertiges Alleinfutter für Legehennen und ausreichend frisches Wasser stehen.
Besonders wichtig ist außerdem die Versorgung mit Calcium. Es wird für die Bildung stabiler Eierschalen benötigt.
Geeignete Calciumquellen können beispielsweise zermahlene, sauber getrocknete Eierschalen oder spezieller Geflügelgrit sein. Auch Muschelkalk wird in der Hühnerhaltung häufig verwendet.
Nicht nur Körner füttern
Körner mögen Hühner besonders gerne, doch eine reine Körnerfütterung ist für Legehennen nicht ausgewogen.
Mais, Weizen und andere Körner liefern vor allem Energie. Für eine gute Eierproduktion braucht die Henne jedoch zusätzlich ausreichend Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine.
Deshalb sollten Körner eher eine Ergänzung und nicht die einzige Futterquelle sein.
Frisches Wasser ist im Herbst genauso wichtig
Auch wenn es draußen kühler wird, müssen Hühner jederzeit Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.
Verschmutztes oder abgestandenes Wasser kann die Tiere davon abhalten, ausreichend zu trinken. Deshalb sollte die Tränke regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.
Gerade bei trockener Stallluft oder während der Mauser ist eine gute Wasserversorgung besonders wichtig.
Auch die Mauser darf man nicht vergessen
Wenn Hühner im Herbst viele Federn verlieren, bedeutet das nicht automatisch, dass sie krank sind. Die Mauser ist ein natürlicher Vorgang.
Während dieser Zeit kann die Legeleistung deutlich zurückgehen. Der Körper konzentriert sich dann stärker auf die Bildung eines neuen Federkleides.
Jetzt sollte man die Tiere nicht mit ständig wechselnden Futtermitteln oder fragwürdigen Zusätzen „auf Leistung bringen“. Besser ist eine ausgewogene Ernährung, Ruhe und ein möglichst stressfreier Alltag.
Stress kann die Legeleistung ebenfalls beeinflussen
Häufige Veränderungen im Stall, aggressive Tiere, zu wenig Platz oder starke Störungen können sich negativ auf die Hühner auswirken.
Ein trockener, sauberer und gut belüfteter Stall ist deshalb besonders wichtig. Gleichzeitig sollte Zugluft vermieden werden.
Auch die Sitzstangen sollten ausreichend Platz bieten, damit alle Tiere problemlos ihren Ruheplatz finden.
Was ich im Herbst besonders kontrolliere
Wenn die Hühner im Herbst weniger Eier legen, lohnt sich ein kurzer Check:
- Haben die Tiere jederzeit frisches Wasser?
- Bekommen sie ausgewogenes Legehennenfutter?
- Ist ausreichend Calcium vorhanden?
- Ist der Stall trocken und sauber?
- Gibt es genug Platz und Ruhe?
- Haben die Hühner einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus?
- Befinden sich viele Tiere gerade in der Mauser?
- Gibt es Anzeichen für Parasiten oder andere gesundheitliche Probleme?
Oft liegt der Grund für eine sinkende Legeleistung nicht an einem einzigen Faktor, sondern an mehreren kleinen Veränderungen gleichzeitig.
Ein wichtiger Fehler: zu viel Futter
Mehr Futter bedeutet nicht automatisch mehr Eier. Übergewicht kann bei Hühnern sogar problematisch sein und die Gesundheit beeinträchtigen.
Deshalb sollte man nicht einfach die Futtermenge stark erhöhen. Entscheidend ist die Qualität und Ausgewogenheit der Ernährung.
Leckere Extras wie Küchenreste oder Getreide sollten nur einen kleinen Teil der täglichen Ernährung ausmachen.
Fazit
Wenn Hühner im Herbst weniger Eier legen, ist das zunächst völlig normal. Kürzere Tage, die Mauser und Veränderungen bei Temperatur und Aktivität wirken sich auf den natürlichen Legezyklus aus.
Wer jedoch auf ausgewogenes Futter, ausreichend Calcium, frisches Wasser, einen trockenen Stall und einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus achtet, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass die Hennen auch im Herbst möglichst lange aktiv bleiben.
Der Tipp meines Schwiegervaters war deshalb eigentlich ganz einfach: Nicht versuchen, die Hühner mit irgendwelchen Wundermitteln zu Höchstleistungen zu bringen – sondern im Herbst besonders konsequent für Licht, Ruhe, gutes Futter und optimale Haltung sorgen. Denn genau diese Grundlagen machen bei der Hühnerhaltung oft den größten Unterschied.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.