Nach der Ernte brauchen Johannisbeersträucher eine kleine Portion Aufmerksamkeit, damit sie gesund in den Winter gehen und im nächsten Jahr wieder kräftig wachsen können. Gerade im Herbst lohnt sich eine gezielte Düngung, denn jetzt bereitet sich die Pflanze auf die kommende Saison vor.
Dafür braucht es keine komplizierten Mischungen oder teuren Spezialmittel. Mit einer einfachen Herbst-Düngung können Sie die Johannisbeeren unterstützen und gleichzeitig den Boden rund um den Strauch verbessern.
Warum Johannisbeeren im Herbst Dünger brauchen
Nach der Fruchtbildung haben die Sträucher einen Teil ihrer Nährstoffreserven verbraucht. Im Herbst geht es deshalb vor allem darum, die Pflanzen mit wichtigen Mineralstoffen zu versorgen und ihre Widerstandskraft vor dem Winter zu unterstützen.
Besonders wichtig sind Kalium und Phosphor. Kalium unterstützt die allgemeine Widerstandskraft der Pflanzen, während Phosphor eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Wurzelsystems spielt.
Stickstoff sollte im Herbst dagegen nur sehr sparsam eingesetzt werden. Zu viel Stickstoff kann ein unerwünschtes spätes Wachstum fördern, obwohl sich die Pflanze eigentlich auf die Winterruhe vorbereiten sollte.
Eine einfache Herbst-Düngung
Eine unkomplizierte Möglichkeit ist die Kombination aus gut verrottetem Kompost und einem kalium- und phosphorbetonten Herbstdünger.
Für einen ausgewachsenen Johannisbeerstrauch können Sie etwa 2–3 Liter reifen Kompost rund um die Pflanze verteilen. Anschließend wird ein geeigneter Herbstdünger nach Packungsangabe ausgebracht.
Wichtig ist, den Dünger nicht direkt an den Stamm zu schütten. Verteilen Sie ihn vielmehr im Bereich unterhalb der Krone, denn dort befinden sich viele der feinen Wurzeln.
Anschließend den Boden leicht auflockern und bei trockenem Wetter gründlich wässern.
Auch Holzasche kann nützlich sein
Wer saubere Holzasche zur Verfügung hat, kann sie in kleinen Mengen verwenden. Sie enthält unter anderem Kalium und kann den Boden mit Mineralstoffen versorgen.
Allerdings sollte Asche nicht großzügig und regelmäßig eingesetzt werden, da sie den pH-Wert des Bodens erhöhen kann. Verwenden Sie ausschließlich Asche aus unbehandeltem, sauberem Holz.
Auf keinen Fall geeignet sind Asche aus lackiertem oder behandeltem Holz sowie Briketts oder andere Materialien mit unbekannter Zusammensetzung.
Der richtige Zeitpunkt
Die Herbst-Düngung kann nach der Ernte und vorzugsweise im September oder frühen Oktober erfolgen. Entscheidend ist, dass der Boden noch nicht gefroren ist und die Pflanzen die Nährstoffe noch aufnehmen können.
Bei längeren Trockenperioden sollte die Düngung mit ausreichender Bewässerung kombiniert werden. Auf sehr nassem oder gefrorenem Boden sollte dagegen nicht gedüngt werden.
Diese Fehler sollten Sie vermeiden
Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von großen Mengen Stickstoffdünger im Herbst. Auch frischer Stallmist sollte nicht direkt an die Johannisbeeren gegeben werden.
Ebenso wenig sinnvoll ist eine übermäßige Düngung. Mehr Dünger bedeutet nicht automatisch mehr Früchte. Eine ausgewogene Versorgung und ein gesunder Boden sind viel wichtiger.
Auch das tiefe Umgraben rund um den Strauch ist keine gute Idee, da dabei die oberflächennahen Wurzeln beschädigt werden können.
Vorbereitung auf den Winter
Nach der Düngung lohnt es sich, den Bereich unter dem Johannisbeerstrauch von Unkraut und kranken Blättern zu befreien. Eine dünne Mulchschicht aus reifem Kompost oder anderem geeigneten organischen Material kann anschließend helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu halten und den Wurzelbereich zu schützen.
So bekommt der Strauch im Herbst genau das, was er braucht: Nährstoffe, ausreichend Feuchtigkeit und gute Bedingungen für eine kräftige Winterruhe.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.