Wenn die Gladiolen verblüht sind, bedeutet das noch nicht, dass ihre Knollen sofort aus der Erde müssen. Im Gegenteil: Nach der Blüte brauchen Gladiolen noch etwas Zeit, damit die Knolle Nährstoffe sammelt und kräftig genug für die nächste Saison wird.
Wer die Gladiolen jedes Jahr aufs Neue gesund und blühfreudig erleben möchte, sollte deshalb den richtigen Zeitpunkt für das Ausgraben wählen. Doch woran erkennt man, dass die Knollen bereits ausgereift sind?
Nicht sofort nach der Blüte ausgraben
Ein häufiger Fehler besteht darin, Gladiolen direkt nach dem Verblühen aus der Erde zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt sind die neuen Knollen häufig noch nicht vollständig ausgereift.
Nach der Blüte sollte man den Pflanzen deshalb zunächst etwas Zeit geben. Die Blätter bleiben so lange wie möglich an der Pflanze, denn über sie betreibt sie weiterhin Photosynthese und lagert Nährstoffe in der neuen Knolle ein.
Die verwelkten Blütenstände können dagegen entfernt werden. So steckt die Pflanze ihre Kraft nicht unnötig in die Samenbildung.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ausgraben?
Der genaue Zeitpunkt hängt von der Sorte, dem Pflanztermin und vor allem vom Wetter ab. Häufig werden Gladiolen etwa 4–6 Wochen nach der Blüte ausgegraben.
Ein wichtiger Hinweis ist das Laub. Wenn die Blätter beginnen, deutlich gelb zu werden und von selbst einzuziehen, ist die Knolle meist weit genug entwickelt.
In Regionen mit kühlem Herbst sollte man außerdem nicht zu lange warten. Vor stärkeren Frösten sollten die Gladiolenknollen aus der Erde genommen werden, da Frost die empfindlichen Knollen schädigen kann.
Ein einfacher Merksatz
Verblüht bedeutet noch nicht erntereif. Erst wenn die Pflanze ausreichend Nährstoffe zurück in die Knolle eingelagert hat, ist der richtige Zeitpunkt zum Ausgraben gekommen.
Gladiolen richtig ausgraben
Am besten wählt man einen trockenen Tag für diese Arbeit.
Zunächst wird das Laub zurückgeschnitten, wobei ein kurzer Stängel stehen bleiben kann. Anschließend lockert man die Erde vorsichtig mit einer Grabegabel.
Die Knollen sollten nicht direkt mit der Gabel angestochen oder verletzt werden. Beschädigte Stellen können später die Lagerfähigkeit beeinträchtigen.
Die Knollen vorsichtig aus der Erde heben und überschüssige Erde leicht abschütteln.
Alte und neue Knolle unterscheiden
Bei Gladiolen bildet sich während der Saison eine neue Knolle oberhalb beziehungsweise auf der alten Knolle. Nach der Vegetationsperiode kann die alte Knolle nach und nach schrumpfen.
Beim Reinigen lassen sich die alten Pflanzenteile vorsichtig entfernen, sofern sie sich leicht lösen. Auch Wurzeln und Pflanzenreste können entfernt werden.
Wichtig ist, gesunde und beschädigte Knollen voneinander zu trennen.
Gladiolen vor dem Einlagern trocknen
Nach dem Ausgraben sollten die Knollen nicht sofort in einen geschlossenen Behälter gepackt werden.
Zunächst lässt man sie an einem trockenen, luftigen und geschützten Ort einige Tage trocknen. Direkte, starke Sonneneinstrahlung ist dabei nicht notwendig.
Anschließend werden die Knollen kontrolliert. Weiche, stark beschädigte oder offensichtlich kranke Exemplare sollte man aussortieren.
Nur gesunde Knollen sollten in das Winterlager kommen.
Wie lagert man Gladiolenknollen im Winter?
Gladiolen sind in unseren Regionen in der Regel nicht winterhart und werden deshalb vor dem Frost geschützt gelagert.
Geeignet ist ein:
- trockener Ort
- kühler, aber frostfreier Raum
- gut belüfteter Behälter
- dunkler Lagerplatz
Die Knollen sollten nicht luftdicht in Plastik eingeschlossen werden. Zu viel Feuchtigkeit kann die Bildung von Schimmel begünstigen.
Während des Winters lohnt es sich, die Knollen gelegentlich zu kontrollieren. Werden einzelne Exemplare weich oder zeigen deutliche Anzeichen von Fäulnis, sollten sie entfernt werden.
Warum sollte man die Blätter nicht zu früh abschneiden?
Das Laub ist nach der Blüte noch wichtig. Auch wenn die Gladiolen nicht mehr blühen, arbeitet die Pflanze weiter und versorgt die unterirdischen Speicherorgane mit Assimilaten.
Wer das gesamte grüne Laub unmittelbar nach der Blüte entfernt, nimmt der Pflanze einen Teil dieser Möglichkeit.
Deshalb gilt: Verblühte Blütenstände können entfernt werden, gesundes grünes Laub sollte dagegen möglichst lange erhalten bleiben.
Was tun, wenn die Blätter schon gelb werden?
Gelbe und langsam absterbende Blätter sind ein natürliches Zeichen dafür, dass die Vegetationsperiode zu Ende geht.
Wenn gleichzeitig mehrere Wochen seit der Blüte vergangen sind und die Wetterlage kühler wird, kann man mit der Vorbereitung zum Ausgraben beginnen.
Man sollte jedoch nicht nur auf die Farbe der Blätter schauen. Entscheidend sind das gesamte Erscheinungsbild der Pflanze, die vergangene Zeit und die örtlichen Wetterbedingungen.
Häufige Fehler beim Ausgraben von Gladiolen
1. Zu früh ausgraben
Direkt nach der Blüte sind die Knollen oft noch nicht ausreichend ausgereift.
2. Auf Frost warten
Gladiolen sollten nicht unnötig lange im Boden bleiben, wenn bereits stärkere Fröste angekündigt sind.
3. Gesundes Laub sofort entfernen
Grüne Blätter helfen der Pflanze, weitere Reservestoffe in der Knolle einzulagern.
4. Beschädigte Knollen einlagern
Verletzte, weiche oder kranke Knollen können während der Lagerung Probleme verursachen und sollten aussortiert werden.
5. Zu feucht lagern
Feuchtigkeit und schlechte Luftzirkulation erhöhen das Risiko von Fäulnis und Schimmel.
Muss man Gladiolen jedes Jahr ausgraben?
In Gegenden mit kalten Wintern ist es sinnvoll, Gladiolenknollen auszugraben und frostfrei zu überwintern. In sehr milden Regionen können die Bedingungen anders sein, dennoch ist der Frostschutz ein wichtiger Punkt.
Wer sich die Mühe macht, die Knollen im Herbst richtig vorzubereiten und einzulagern, kann sie im nächsten Frühjahr wieder pflanzen und sich erneut an ihrer Blüte erfreuen.
Fazit
Gladiolen sollte man nicht direkt nach dem Verblühen ausgraben. Die Knollen benötigen noch einige Wochen, um Nährstoffe zu sammeln und auszureifen. Als Orientierung gelten häufig etwa 4–6 Wochen nach der Blüte, wobei das Wetter und der Zustand des Laubs entscheidend sind.
Wenn die Blätter allmählich gelb werden und die ersten stärkeren Fröste näher rücken, ist es Zeit, die Gladiolen vorsichtig auszugraben. Anschließend sollten die Knollen gut trocknen, kontrolliert und an einem kühlen, trockenen und frostfreien Ort gelagert werden.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.