Getrocknete Tomaten sind eine wunderbare Möglichkeit, den Geschmack sonnengereifter Tomaten für die kalte Jahreszeit zu bewahren. Sie sind intensiv aromatisch, leicht süßlich und passen hervorragend zu Pasta, Pizza, Salaten, Sandwiches, Fleischgerichten oder einfach zu frischem Brot.
Getrocknete Tomaten für den Winter lassen sich ganz einfach zu Hause zubereiten. Dafür braucht man keine speziellen Küchengeräte – je nach Möglichkeit können die Tomaten im Backofen oder Dörrautomaten getrocknet werden.
Welche Tomaten eignen sich zum Trocknen?
Am besten verwendet man reife, aber feste und möglichst fleischige Tomaten. Besonders gut eignen sich kleinere Sorten, zum Beispiel längliche Tomaten oder Roma-Tomaten. Sie enthalten vergleichsweise wenig Wasser und lassen sich deshalb schneller trocknen.
Sehr saftige Tomaten können ebenfalls verwendet werden, benötigen aber etwas mehr Zeit.
Wichtig ist, nur einwandfreie Früchte zu nehmen. Tomaten mit faulen oder schimmeligen Stellen gehören nicht in die Vorratsgläser.
Zutaten für hausgemachte getrocknete Tomaten
- 1,5–2 kg reife Tomaten
- 1–2 TL Salz
- 1 TL Zucker, optional
- 1–2 TL getrocknete italienische Kräuter
- etwas schwarzer Pfeffer
- Olivenöl zum Einlegen
- optional: Knoblauch, Basilikum, Oregano oder Thymian
Getrocknete Tomaten im Backofen – so geht es
1. Tomaten vorbereiten
Die Tomaten gründlich waschen und gut abtrocknen. Anschließend je nach Größe halbieren oder vierteln.
Bei sehr saftigen Tomaten kann man einen Teil der Kerne und des wässrigen Fruchtfleisches vorsichtig entfernen. Das verkürzt die Trocknungszeit.
Die Tomaten mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
2. Würzen
Die Tomaten leicht mit Salz bestreuen. Wer einen besonders intensiven Geschmack mag, kann zusätzlich etwas Zucker, schwarzen Pfeffer und getrocknete Kräuter darübergeben.
Mit dem Öl sollte man beim Trocknen zunächst sparsam sein. Die Tomaten sollen vor allem Wasser verlieren und nicht in Öl garen.
3. Langsam trocknen
Den Backofen auf etwa 90–110 °C einstellen. Die Tomaten je nach Größe und Wassergehalt etwa 4–7 Stunden trocknen lassen.
Die genaue Zeit kann deutlich variieren. Deshalb sollte man nicht ausschließlich nach der Uhr gehen.
Die Tomaten sind fertig, wenn sie deutlich kleiner geworden sind, eine konzentrierte, aromatische Konsistenz haben und sich trocken bis leicht weich anfühlen. Sie sollten nicht komplett hart werden, wenn man sie später in Öl einlegen möchte.
Bei einem Umluftofen kann die Feuchtigkeit besser entweichen. Die Backofentür kann – sofern es das Gerät erlaubt und sicher ist – einen kleinen Spalt geöffnet werden.
Im Dörrautomaten trocknen
Wer regelmäßig Obst und Gemüse haltbar macht, kann einen Dörrautomaten verwenden. Die Tomaten werden vorbereitet, gewürzt und auf den Dörrgittern verteilt.
Je nach Gerät und Tomatensorte dauert das Trocknen mehrere Stunden. Der große Vorteil ist, dass die Temperatur gleichmäßiger gehalten werden kann.
Getrocknete Tomaten in Öl einlegen
Besonders lecker sind getrocknete Tomaten, die anschließend mit Kräutern und Öl in Gläser gefüllt werden.
Dafür die vollständig vorbereiteten und abgekühlten Tomaten in saubere, geeignete Gläser geben. Nach Geschmack können getrocknete Kräuter oder etwas Knoblauch hinzugefügt werden.
Anschließend mit Olivenöl bedecken.
Wichtig bei der Aufbewahrung
Das Einlegen von selbst getrockneten Tomaten in Öl ist nicht automatisch eine sichere Methode zur langfristigen Vorratshaltung bei Raumtemperatur. Gemüse und Knoblauch in Öl können unter ungünstigen Bedingungen ein Risiko für die Vermehrung von Clostridium botulinum darstellen.
Wer die Tomaten länger aufbewahren möchte, sollte deshalb auf eine geeignete, geprüfte Konservierungsmethode zurückgreifen oder die eingelegten Tomaten im Kühlschrank lagern und zeitnah verbrauchen. Für eine besonders lange Lagerung ist auch das Einfrieren der getrockneten Tomaten eine praktische Möglichkeit.
So erkennt man perfekt getrocknete Tomaten
Die ideale Konsistenz hängt davon ab, wofür man die Tomaten verwenden möchte.
Für Salate oder Antipasti dürfen sie etwas weicher bleiben. Für eine längere trockene Lagerung müssen sie stärker getrocknet werden.
Zu feuchte Tomaten können schneller verderben. Zu stark getrocknete Tomaten werden dagegen sehr hart und verlieren einen Teil ihrer angenehmen Konsistenz.
Deshalb lohnt es sich, während des Trocknens regelmäßig einzelne Stücke zu kontrollieren.
Wofür kann man getrocknete Tomaten verwenden?
Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt:
- für Pasta und Nudelsoßen
- auf Pizza und Flammkuchen
- in mediterranen Salaten
- zu Käse und Antipasti
- in Sandwiches und belegten Broten
- für Bruschetta
- in Omeletts und Quiches
- zu gebratenem Fleisch oder Fisch
- für selbst gemachtes Pesto
- in Suppen und Gemüsegerichten
Schon wenige Stücke reichen aus, um einem Gericht einen intensiven Tomatengeschmack zu verleihen.
Tipps für besonders aromatische getrocknete Tomaten
Feste, reife Tomaten verwenden: Je aromatischer die Ausgangsfrucht, desto besser das Ergebnis.
Nicht zu dicht auf das Blech legen: Zwischen den Tomaten sollte etwas Platz bleiben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Geduld haben: Niedrige Temperaturen und langsames Trocknen sorgen für ein intensiveres Aroma.
Nicht nur nach der Uhr gehen: Tomaten unterscheiden sich stark in Größe, Sorte und Wassergehalt.
Kräuter gezielt einsetzen: Oregano, Basilikum, Thymian und Rosmarin passen besonders gut zum mediterranen Geschmack.
Häufige Fehler beim Trocknen
Ein häufiger Fehler ist eine zu hohe Temperatur. Dann können die Tomaten außen schnell dunkel werden, während im Inneren noch viel Feuchtigkeit vorhanden ist.
Auch zu große Tomatenstücke trocknen ungleichmäßig. Außerdem sollte man das Blech nicht mit einer dicken Schicht Tomaten überladen.
Ein weiterer Fehler ist die Lagerung von noch zu feuchten Tomaten. Vor dem Einlagern sollte deshalb sorgfältig geprüft werden, ob die gewünschte Trocknungsstufe erreicht ist.
Fazit
Getrocknete Tomaten für den Winter selber zu machen, ist eine einfache und köstliche Möglichkeit, die Tomatenernte zu verwerten. Mit reifen Tomaten, etwas Salz, Kräutern und Geduld entsteht ein intensives Aroma, das viele Gerichte im Handumdrehen verfeinert.
Ob im Backofen oder Dörrautomaten – entscheidend ist das langsame Entziehen der Feuchtigkeit. Wer die Tomaten anschließend in Öl einlegen möchte, sollte besonders auf hygienisches Arbeiten und eine sichere Lagerungsmethode achten.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.