Nach der Kirschenernte die Schere noch nicht weglegen: Warum der Sommerschnitt bei Kirschen wichtig ist

Nach der Kirschenernte denken viele Gartenbesitzer bereits an die nächste Aufgabe im Garten und legen die Gartenschere beiseite. Doch gerade nach der Ernte kann ein gezielter Sommerschnitt bei Kirschbäumen sinnvoll sein. Er bringt mehr Licht und Luft in die Krone und schafft bessere Voraussetzungen für die Entwicklung junger, fruchtbarer Triebe.

Der richtige Zeitpunkt und ein maßvoller Schnitt sind dabei entscheidend. Wer einfach zu viel entfernt, kann den Baum unnötig schwächen. Mit einigen grundlegenden Regeln lässt sich die Krone jedoch gezielt auslichten.

Warum Kirschen nach der Ernte geschnitten werden können

Kirschbäume wachsen häufig kräftig und entwickeln mit der Zeit viele Triebe, die sich gegenseitig beschatten. Eine zu dichte Krone führt dazu, dass das Sonnenlicht nicht mehr alle Bereiche des Baumes erreicht.

Ein vorsichtiger Sommerschnitt kann helfen, die Krone aufzulockern. Dadurch verbessern sich Lichtverhältnisse und Luftzirkulation innerhalb des Baumes.

Außerdem kann ein gut geplanter Schnitt das Wachstum neuer Triebe fördern, die später für die Fruchtbildung wichtig sein können.

Der beste Zeitpunkt für den Sommerschnitt

Ein günstiger Zeitpunkt ist direkt nach der Kirschenernte, wenn die Früchte bereits vollständig abgeerntet sind. In vielen Regionen liegt dieser Zeitraum im Sommer.

Bei warmem und trockenem Wetter können Schnittwunden häufig besser und schneller abtrocknen. Trotzdem sollte man nicht bei extremer Hitze schneiden. Ein trockener, nicht zu heißer Tag ist für die Schnittarbeiten besser geeignet.

Der genaue Zeitpunkt hängt auch von der Kirschsorte, dem Alter des Baumes und den örtlichen Wetterbedingungen ab.

Welche Äste sollten entfernt werden?

Beim Sommerschnitt geht es nicht darum, den Kirschbaum stark zurückzuschneiden. Vielmehr soll die Krone gezielt ausgelichtet werden.

Entfernt werden können beispielsweise:

  • abgestorbene oder beschädigte Äste,
  • kranke Triebe,
  • sehr schwache Zweige,
  • nach innen wachsende Triebe,
  • Äste, die sich gegenseitig kreuzen oder reiben,
  • senkrecht nach oben wachsende Wasserschosse,
  • Triebe, die die Krone unnötig verdichten.

Dabei sollte man immer zunächst beobachten, wie die einzelnen Äste wachsen. Ziel ist eine luftige und gut belichtete Krone, nicht möglichst wenig Holz.

Licht ist für die Fruchtbildung entscheidend

Eine dichte Krone kann dazu führen, dass viele Blätter und Triebe im Schatten liegen. Gut belichtete Bereiche sind dagegen für die Entwicklung von kräftigen Trieben und Blütenknospen besonders wichtig.

Durch das vorsichtige Entfernen überflüssiger Äste gelangt mehr Licht in das Innere der Krone. Gleichzeitig verbessert sich die Luftzirkulation.

Das kann auch dabei helfen, nach feuchten Wetterperioden die Feuchtigkeit schneller aus der Krone verschwinden zu lassen.

Nicht zu radikal schneiden

Ein häufiger Fehler beim Sommerschnitt ist, zu viele Äste auf einmal zu entfernen. Ein starker Rückschnitt kann den Baum unnötig stressen und zu einem kräftigen Neuaustrieb führen.

Deshalb gilt: Lieber gezielt und maßvoll schneiden als zu viel entfernen.

Wenn ein älterer Kirschbaum über Jahre nicht geschnitten wurde und die Krone sehr dicht ist, sollte die Korrektur besonders vorsichtig erfolgen. Größere Eingriffe können gegebenenfalls auf mehrere Schnittperioden verteilt werden.

Sauberes und scharfes Werkzeug verwenden

Für einen sauberen Schnitt sollte die Gartenschere scharf und sauber sein. Stumpfe Werkzeuge quetschen das Holz und können unnötig große Wunden verursachen.

Bei stärkeren Ästen kann eine geeignete Astsäge verwendet werden. Nach dem Schnitt sollten die Werkzeuge bei Bedarf gereinigt werden, besonders wenn kranke Pflanzenteile entfernt wurden.

Saubere, möglichst glatte Schnittflächen erleichtern dem Baum die natürliche Wundheilung.

Was nach dem Schnitt wichtig ist

Nach dem Sommerschnitt sollte der Kirschbaum weiterhin aufmerksam beobachtet werden. Bei längerer Trockenheit ist eine ausreichende Wasserversorgung wichtig, insbesondere bei jüngeren Bäumen.

Eine zusätzliche starke Düngung direkt nach dem Schnitt ist nicht automatisch notwendig. Entscheidend ist vielmehr, den allgemeinen Zustand des Baumes und die Bodenversorgung zu berücksichtigen.

Auch neue, unerwünschte Wasserschosse sollten im weiteren Verlauf kontrolliert werden.

Fazit

Nach der Kirschenernte muss die Gartenschere noch nicht weggelegt werden. Ein sorgfältig durchgeführter Sommerschnitt kann dazu beitragen, die Krone aufzulockern, Licht und Luft hineinzubringen und günstige Bedingungen für die Entwicklung junger fruchttragender Triebe zu schaffen.

Wichtig ist, nicht radikal vorzugehen. Wer gezielt abgestorbene, beschädigte, nach innen wachsende und überflüssige Triebe entfernt, unterstützt die natürliche Entwicklung des Kirschbaums und legt gleichzeitig eine gute Grundlage für die kommende Gartensaison.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

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