Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsepflanzen im Garten. Doch Ende Juli verändert sich ihr Nährstoffbedarf deutlich. Wer jetzt weiterhin stickstoffreiche Dünger verwendet, riskiert kräftige, dunkelgrüne Pflanzen mit üppigem Laub – aber deutlich weniger reife und aromatische Früchte. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Düngestrategie anzupassen.
Warum sollte die Düngung Ende Juli verändert werden?
Während der ersten Wachstumsphase benötigen Tomaten mehr Stickstoff, um kräftige Triebe und Blätter zu bilden. Sobald jedoch zahlreiche Früchte angesetzt sind, verschiebt sich der Bedarf.
In dieser Phase benötigen Tomaten vor allem:
- Kalium für die Fruchtbildung;
- Phosphor zur Unterstützung der Wurzeln;
- Magnesium für gesunde Blätter;
- Spurenelemente für eine gleichmäßige Entwicklung der Früchte.
Ein Übermaß an Stickstoff kann dazu führen, dass die Pflanze ihre Energie hauptsächlich in neues Blattwachstum investiert.
Welche Dünger eignen sich jetzt?
Für die zweite Saisonhälfte empfehlen sich ausgewogene Tomatendünger mit einem höheren Kaliumanteil oder organische Dünger, die speziell für Fruchtgemüse geeignet sind.
Geeignete Möglichkeiten sind:
- spezieller Tomatendünger;
- reifer Kompost;
- organische Kaliumdünger;
- zugelassene natürliche Dünger für Gemüse.
Die Dosierung sollte stets nach Herstellerangaben erfolgen.
Weitere Pflegemaßnahmen im Hochsommer
Damit die Pflanzen gesund bleiben und viele Früchte ausreifen, sollten Sie zusätzlich:
- regelmäßig und gleichmäßig gießen;
- die unteren, kranken Blätter entfernen;
- Seitentriebe bei Stabtomaten rechtzeitig ausgeizen;
- die Pflanzen gut belüften;
- reife Tomaten regelmäßig ernten.
Häufige Fehler im Juli
Viele Hobbygärtner machen in dieser Phase folgende Fehler:
- weiterhin stickstoffbetonte Düngung;
- unregelmäßiges Gießen;
- Überdüngung;
- schlechte Luftzirkulation;
- zu spätes Entfernen beschädigter Blätter.
Diese Fehler können die Fruchtqualität und den Ertrag beeinträchtigen.
So fördern Sie große und aromatische Tomaten
Für eine reiche Ernte kommt es jetzt auf die richtige Balance an:
- den Stickstoff reduzieren;
- kaliumbetonte Düngung wählen;
- den Boden gleichmäßig feucht halten;
- die Pflanzen regelmäßig kontrollieren;
- für ausreichend Sonnenlicht sorgen.
Mit der passenden Pflege investieren die Pflanzen ihre Energie verstärkt in die Entwicklung ihrer Früchte.
Fazit
Ende Juli beginnt für Tomaten eine entscheidende Phase. Jetzt lohnt es sich, die Düngung an den veränderten Bedarf der Pflanzen anzupassen. Weniger Stickstoff und eine ausgewogene Versorgung mit Kalium sowie anderen wichtigen Nährstoffen unterstützen die Bildung großer, aromatischer Früchte und tragen zu einer erfolgreichen Tomatenernte bis in den Herbst bei.