Mehr Tomaten ohne zusätzliche Kosten – mit einem einfachen Gärtnertrick
Viele Hobbygärtner entfernen die Geiztriebe ihrer Tomatenpflanzen und werfen sie weg. Dabei steckt in diesen Seitentrieben ein enormes Potenzial. Mit der richtigen Methode können Sie aus Geiztrieben neue Tomatenpflanzen ziehen und so Ihre Ernte deutlich erhöhen – ganz ohne zusätzliches Saatgut.
Dieser einfache Gartentrick wird seit Jahren von erfahrenen Tomatenzüchtern genutzt und eignet sich sowohl für den Garten als auch für Balkon und Gewächshaus.
Was sind Geiztriebe?
Geiztriebe sind Seitentriebe, die in den Blattachseln zwischen Hauptstamm und Blatt wachsen. Besonders bei Stabtomaten werden sie normalerweise entfernt, damit die Pflanze ihre Energie in die Fruchtbildung investiert.
Doch diese Triebe können noch viel mehr: Sie lassen sich problemlos bewurzeln und entwickeln sich zu vollwertigen Tomatenpflanzen.
Warum lohnt sich die Vermehrung über Geiztriebe?
Die Vorteile auf einen Blick
- Kostenlose neue Pflanzen
- Schnelle Vermehrung der Lieblingssorten
- Früherer Ertrag als bei Aussaat
- Hohe Erfolgsquote
- Ideal für Hobbygärtner
Da die neuen Pflanzen genetisch identisch mit der Mutterpflanze sind, behalten sie alle gewünschten Eigenschaften bei.
So einfach funktioniert die Vermehrung
1. Geeignete Geiztriebe auswählen
Wählen Sie gesunde und kräftige Triebe mit einer Länge von etwa 10 bis 20 Zentimetern aus.
2. Triebe entfernen
Schneiden oder brechen Sie die Geiztriebe vorsichtig ab.
3. Bewurzeln im Wasser
Stellen Sie die Triebe in ein Glas mit Wasser. Nach etwa 5 bis 10 Tagen bilden sich meist die ersten Wurzeln.
4. Einpflanzen
Sobald ausreichend Wurzeln vorhanden sind, können die jungen Pflanzen in Töpfe oder direkt ins Beet gesetzt werden.
Alternative Methode: Direkt in die Erde
Viele Gärtner setzen die Geiztriebe sofort in feuchte Erde.
Dabei gilt:
- lockeres Substrat verwenden
- regelmäßig feucht halten
- die Pflanzen vor direkter Mittagssonne schützen
Auch auf diese Weise bilden die Triebe innerhalb weniger Tage neue Wurzeln.
Die richtige Pflege nach dem Einpflanzen
Damit sich die jungen Tomatenpflanzen optimal entwickeln, sollten Sie:
- regelmäßig gießen
- Staunässe vermeiden
- sonnige Standorte wählen
- die Pflanzen bei Bedarf stützen
- alle zwei Wochen mit Tomatendünger versorgen
Wann ist der beste Zeitpunkt?
Der ideale Zeitraum liegt zwischen Juni und Juli. Zu dieser Zeit wachsen Tomaten besonders schnell und die Temperaturen fördern die Wurzelbildung.
Je früher die neuen Pflanzen bewurzelt werden, desto mehr Zeit bleibt ihnen für die Fruchtbildung.
Tipps für eine besonders große Ernte
Kräftige Mutterpflanzen auswählen
Verwenden Sie nur gesunde, ertragreiche Pflanzen als Ausgangspunkt.
Ausreichend Platz lassen
Tomaten benötigen gute Luftzirkulation, um Krankheiten vorzubeugen.
Regelmäßig düngen
Kaliumreiche Dünger fördern die Blüten- und Fruchtbildung.
Fazit
Geiztriebe sind viel zu schade für den Kompost. Mit wenig Aufwand können Sie daraus kräftige neue Tomatenpflanzen ziehen und Ihre Ernte nahezu verdoppeln. Diese einfache Methode spart Geld, erhöht den Ertrag und ermöglicht es Ihnen, Ihre besten Tomatensorten problemlos zu vermehren. Ein Gartentrick, den jeder Tomatenliebhaber ausprobieren sollte.