Pilze zu trocknen ist eine der ältesten und praktischsten Methoden, um das Aroma von Waldpilzen lange zu bewahren. Getrocknete Pilze brauchen wenig Platz, sind lange haltbar und verleihen Suppen, Saucen und anderen Gerichten ein besonders intensives Aroma.
Doch beim Trocknen kann einiges schiefgehen. Werden die Pilze falsch gereinigt, zu dick geschnitten oder nicht vollständig getrocknet, können sie an Qualität verlieren oder verderben. Deshalb kommt es auf die richtige Vorbereitung und eine gleichmäßige Trocknung an.
Welche Pilze eignen sich zum Trocknen?
Nicht jede Pilzart eignet sich gleichermaßen für die Trocknung. Besonders beliebt sind aromatische Speisepilze wie:
- Steinpilze
- Maronenröhrlinge
- Pfifferlinge
- Butterpilze
- Morcheln
- Austernpilze
- Champignons
Für ein besonders intensives Aroma sind feste, gesunde und möglichst frische Pilze ideal.
Wichtig: Zum Trocknen dürfen ausschließlich Pilze verwendet werden, die eindeutig als essbar bestimmt wurden. Durch das Trocknen werden giftige Pilze nicht ungiftig.
Pilze richtig reinigen
Vor dem Trocknen sollten die Pilze sorgfältig kontrolliert werden.
Anhaftende Erde, Nadeln, Blätter und andere Verschmutzungen werden mit einem Pinsel oder einem trockenen Tuch entfernt. Stark verschmutzte Stellen können vorsichtig abgeschnitten werden.
Pilze sollte man vor dem Trocknen möglichst nicht unnötig mit Wasser waschen. Sie nehmen leicht Feuchtigkeit auf, wodurch sich die Trocknungszeit verlängert.
Sehr schmutzige Exemplare können allerdings kurz gereinigt und anschließend gründlich abgetrocknet werden.
Pilze richtig schneiden
Nach der Reinigung werden die Pilze in möglichst gleichmäßige Stücke geschnitten.
Je nach Größe eignen sich Scheiben oder kleinere Stücke. Die Scheiben sollten nicht zu dick sein, damit die Feuchtigkeit gleichmäßig entweichen kann.
Bei größeren Steinpilzen können beispielsweise Hut und Stiel getrennt verarbeitet werden. Kleine Pilze lassen sich teilweise auch im Ganzen trocknen.
Entscheidend ist, dass die Stücke ungefähr eine ähnliche Größe haben. So trocknen sie gleichmäßiger.
Pilze im Dörrautomaten trocknen
Ein Dörrautomat ist eine besonders komfortable Möglichkeit, Pilze zu trocknen.
Die vorbereiteten Stücke werden mit etwas Abstand auf den Dörrgittern verteilt. Sie sollten möglichst nicht übereinanderliegen.
Je nach Gerät und Pilzart kann eine Temperatur von etwa 45 bis 55 °C geeignet sein. Die genaue Einstellung sollte sich nach den Herstellerangaben des Geräts richten.
Die Trocknungszeit kann mehrere Stunden dauern und hängt unter anderem von der Dicke der Scheiben und dem Wassergehalt der Pilze ab.
Pilze im Backofen trocknen
Auch der Backofen kann zum Trocknen verwendet werden.
Die Pilzscheiben werden auf einem mit Backpapier belegten Blech oder auf einem Gitter verteilt.
Eine niedrige Temperatur ist wichtig. Je nach Backofen können etwa 50 bis 60 °C verwendet werden. Die Backofentür sollte einen kleinen Spalt geöffnet bleiben, damit die feuchte Luft entweichen kann.
Während des Trocknens sollten die Pilze regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls gewendet werden.
Wann sind die Pilze vollständig getrocknet?
Das ist einer der wichtigsten Punkte.
Fertig getrocknete Pilze sollten trocken und fest sein. Sie dürfen keine weichen oder feuchten Stellen mehr aufweisen.
Je nach Pilzart können sie leicht biegsam oder spröde sein. Entscheidend ist, dass im Inneren keine Restfeuchtigkeit vorhanden ist.
Sind die Pilze noch feucht, sollten sie weitergetrocknet werden. Schon geringe Restfeuchtigkeit kann bei der Lagerung zu Schimmel führen.
Getrocknete Pilze richtig lagern
Nach dem Trocknen sollten die Pilze zunächst vollständig abkühlen.
Anschließend werden sie in einem luftdicht verschließbaren, sauberen und trockenen Behälter aufbewahrt. Geeignet sind beispielsweise gut verschließbare Gläser.
Der Vorrat sollte an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort stehen.
Kontrollieren Sie die Pilze in den ersten Tagen nach dem Einlagern regelmäßig. Wenn sich Kondenswasser bildet oder die Pilze wieder weich werden, müssen sie erneut getrocknet werden.
Warum richtiges Trocknen so wichtig ist
Durch das Trocknen wird den Pilzen Wasser entzogen. Dadurch werden sie haltbarer und entwickeln häufig ein besonders konzentriertes Aroma.
Getrocknete Steinpilze beispielsweise eignen sich hervorragend für Pilzsuppen, Risotto, Saucen oder herzhafte Schmorgerichte.
Vor der Verwendung können sie in warmem Wasser eingeweicht werden. Das Einweichwasser kann anschließend – gut gefiltert und nur bei einwandfreiem Ausgangsmaterial – ebenfalls zum Aromatisieren von Gerichten verwendet werden.
Die häufigsten Fehler beim Pilze-Trocknen
Damit die Vorräte gelingen, sollten einige typische Fehler vermieden werden:
- Pilze zu dick schneiden
- sehr feuchte Pilze übereinanderlegen
- bei zu hoher Temperatur trocknen
- den Luftaustausch beim Trocknen verhindern
- nicht vollständig getrocknete Pilze einlagern
- getrocknete Pilze an einem feuchten Ort aufbewahren
- nicht eindeutig bestimmte Wildpilze verwenden
Besonders wichtig ist die Kontrolle am Ende des Trocknungsprozesses. Lieber etwas länger trocknen als feuchte Stücke einzulagern.
Fazit
Pilze richtig zu trocknen ist nicht kompliziert, erfordert aber Sorgfalt. Die Pilze sollten zunächst gründlich kontrolliert und möglichst trocken gereinigt, anschließend gleichmäßig geschnitten und bei niedriger Temperatur langsam getrocknet werden.
Erst wenn sie vollständig trocken sind, gehören sie in einen luftdichten Behälter. So bleiben Aroma und Qualität möglichst lange erhalten.
Mit dieser Methode können Sie einen wertvollen Pilzvorrat für die kalte Jahreszeit anlegen und auch Monate später noch den intensiven Geschmack aromatischer Waldpilze genießen.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.