Ameisen im Garten können schnell lästig werden. Besonders auffällig ist, dass sie häufig immer wieder dieselben Wege entlanglaufen – über Beete, Terrassen, Wege oder sogar bis ins Haus. Das ist kein Zufall: Ameisen orientieren sich mithilfe von Duftspuren, die sie zwischen ihrem Nest und einer zuverlässigen Nahrungsquelle hinterlassen.
Wer verstehen möchte, warum Ameisen immer wieder an denselben Stellen auftauchen, sollte zunächst ihr Verhalten kennen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich ihre Aktivität im Garten häufig deutlich reduzieren.
Warum laufen Ameisen immer dieselbe Strecke?
Ameisen kommunizieren unter anderem über chemische Signale. Findet eine Arbeiterin eine attraktive Nahrungsquelle, hinterlässt sie auf dem Weg bestimmte Duftstoffe.
Andere Ameisen können diese Spur wahrnehmen und ihr folgen. Je häufiger die Route genutzt wird, desto deutlicher kann die Duftspur werden. Dadurch entsteht eine regelrechte „Ameisenstraße“.
So können innerhalb kurzer Zeit viele Ameisen dieselbe Strecke benutzen.
Was zieht Ameisen in den Garten?
Ameisen sind ständig auf der Suche nach geeigneten Nahrungsquellen. Im Garten finden sie davon reichlich. Besonders attraktiv können sein:
- reife oder überreife Früchte;
- süße Pflanzensäfte;
- heruntergefallenes Obst;
- Essensreste;
- Honigtau von Blattläusen;
- zuckerhaltige Flüssigkeiten;
- organische Abfälle.
Besonders interessant sind Pflanzen, auf denen sich Blattläuse befinden. Blattläuse scheiden Honigtau aus, der für viele Ameisen eine wertvolle Nahrungsquelle darstellt.
Ameisen und Blattläuse – eine wichtige Verbindung
Wenn sich auf Pflanzen viele Ameisen befinden, lohnt es sich deshalb, die Blätter und jungen Triebe genauer zu kontrollieren.
Ameisen können Blattläuse schützen, weil sie vom süßen Honigtau profitieren. Dadurch können sie indirekt dazu beitragen, dass sich Blattlauskolonien auf Pflanzen halten.
Wer Ameisen auf Obstbäumen oder Zierpflanzen reduzieren möchte, sollte deshalb nicht nur die Ameisen bekämpfen, sondern auch nach Blattläusen suchen.
Wie kann man eine Ameisenstraße unterbrechen?
Eine der wichtigsten Maßnahmen besteht darin, die Duftspur zu beseitigen. Wird lediglich eine einzelne Ameise entfernt, bleibt die chemische Orientierung für die anderen Tiere bestehen.
Die betreffende Oberfläche kann daher gründlich mit Wasser gereinigt werden. Je nach Untergrund kann zusätzlich eine milde Reinigung helfen, die vorhandene Duftspur zu entfernen.
Im Garten sollte außerdem die Ursache für die Ameisenaktivität gesucht werden. Befindet sich in der Nähe eine attraktive Nahrungsquelle, wird die Ameisenstraße schnell wieder entstehen.
Nahrungsquellen beseitigen
Eine einfache Möglichkeit besteht darin, Ameisen möglichst wenig attraktive Nahrung anzubieten.
Reifes Fallobst sollte regelmäßig eingesammelt werden. Auch Lebensmittelreste und süße Flüssigkeiten sollten nicht offen herumstehen. Kompost und organische Abfälle sollten möglichst ordentlich und passend gelagert werden.
Je weniger leicht zugängliche Nahrung vorhanden ist, desto weniger attraktiv ist der Standort für viele Ameisenkolonien.
Was hilft gegen Ameisen im Garten?
Nicht jede Ameise im Garten muss bekämpft werden. Ameisen erfüllen auch ökologische Funktionen und können beispielsweise zur Bodenstruktur beitragen oder organisches Material transportieren.
Wenn sie jedoch Beete, Terrassen oder das Haus in großer Zahl besiedeln, kann eine Kombination verschiedener Maßnahmen sinnvoll sein:
- Ameisenstraßen beobachten und ihren Ausgangspunkt suchen.
- Offene Nahrungsquellen entfernen.
- Fallobst regelmäßig aufsammeln.
- Pflanzen auf Blattlausbefall kontrollieren.
- Duftspuren auf geeigneten Oberflächen gründlich beseitigen.
- Zugänge zu Gebäuden möglichst abdichten.
- Nester in unmittelbarer Nähe problematischer Bereiche beobachten.
Sollte man Ameisennester sofort zerstören?
Nicht unbedingt. Ein Ameisennest im Garten ist nicht automatisch ein Problem. Entscheidend ist, wo es liegt und welche Auswirkungen die Tiere haben.
Befindet sich das Nest weit entfernt von Wohnhaus, Terrasse oder empfindlichen Pflanzen, kann es oft einfach bestehen bleiben.
Anders sieht es aus, wenn Ameisen ständig ins Haus gelangen, Pflanzen durch Blattlausbefall beeinträchtigt werden oder große Mengen von Ameisen bestimmte Bereiche des Gartens besiedeln.
Natürliche Maßnahmen gegen Ameisen
Viele Gartenbesitzer bevorzugen möglichst schonende Methoden. Dazu gehört vor allem, den Tieren den Zugang zu attraktiven Nahrungsquellen zu erschweren und ihre Duftwege zu unterbrechen.
Auch regelmäßige Gartenpflege kann helfen. Saubere Beete, das Entfernen von Fallobst und eine Kontrolle der Pflanzen auf Schädlinge sind einfache Maßnahmen, die langfristig einen Unterschied machen können.
Bei einem starken Befall sollte man außerdem die Ursache genau feststellen, anstatt wahllos Hausmittel oder aggressive Mittel einzusetzen.
Fazit
Ameisen im Garten laufen häufig immer wieder dieselbe Strecke, weil sie mithilfe von Duftstoffen gut funktionierende Wege zwischen ihrem Nest und einer Nahrungsquelle markieren. Je häufiger die Route genutzt wird, desto stärker kann die Ameisenstraße werden.
Wer Ameisen fernhalten möchte, sollte deshalb nicht nur die sichtbaren Tiere beseitigen. Viel wichtiger ist es, Duftspuren zu unterbrechen, Nahrungsquellen zu entfernen und mögliche Blattlauskolonien zu kontrollieren.
So lässt sich die Zahl der Ameisen häufig reduzieren, ohne das gesamte ökologische Gleichgewicht im Garten unnötig zu beeinträchtigen.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.