Der August kann für Pflanzen im Garten zu einer echten Belastungsprobe werden. Hohe Temperaturen, intensive Sonneneinstrahlung und trockener Boden führen dazu, dass Gemüse, Blumen, Obststräucher und junge Pflanzen schnell unter Hitzestress leiden.
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich jedoch verhindern, dass die Pflanzen unnötig viel Wasser verlieren. Wer jetzt richtig gießt, den Boden schützt und empfindliche Pflanzen vor der stärksten Sonne bewahrt, kann ihnen helfen, auch heiße Augusttage gut zu überstehen.
Warum ist die Augusthitze für Pflanzen problematisch?
Bei großer Hitze verdunstet Wasser besonders schnell über die Blätter. Gleichzeitig trocknet die oberste Bodenschicht rasch aus. Dadurch können Pflanzen ihre Wurzeln nicht mehr ausreichend mit Feuchtigkeit versorgen.
Typische Anzeichen von Hitzestress sind:
- schlaffe oder hängende Blätter
- eingerollte Blattränder
- welke Triebe
- trockener, rissiger Boden
- Sonnenbrand an Blättern und Früchten
- verlangsamtes Wachstum
Besonders gefährdet sind frisch gepflanzte Jungpflanzen, Pflanzen im Topf sowie Gemüse mit hohem Wasserbedarf.
Richtig gießen bei großer Hitze
Eine der wichtigsten Maßnahmen im August ist die richtige Bewässerung. Bei hohen Temperaturen sollte nicht ständig nur die Oberfläche des Bodens leicht befeuchtet werden.
Besser ist es, seltener, dafür gründlich und durchdringend zu gießen. So gelangt das Wasser auch in tiefere Bodenschichten, wo es den Wurzeln länger zur Verfügung steht.
Ideal ist das Gießen am frühen Morgen oder am Abend, wenn die Sonne nicht mehr so stark scheint. Dadurch verdunstet weniger Wasser.
Besonders bei Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika und anderen durstigen Gemüsepflanzen sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob der Boden ausreichend feucht ist.
Mulchen schützt den Boden vor dem Austrocknen
Eine einfache und besonders wirksame Maßnahme gegen Sommerhitze ist das Mulchen.
Eine geeignete Mulchschicht auf dem Boden reduziert die Verdunstung und schützt die Erde vor direkter Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig können starke Temperaturschwankungen im Wurzelbereich abgeschwächt werden.
Für das Gemüsebeet eignen sich beispielsweise:
- Stroh
- getrocknetes Gras
- gehäckseltes Pflanzenmaterial
- reifer Kompost
- geeigneter organischer Mulch
Die Mulchschicht sollte nicht direkt an empfindliche Pflanzenstängel angelegt werden. Ein kleiner Abstand hilft, Staunässe und Fäulnis zu vermeiden.
Empfindliche Pflanzen vor der Mittagssonne schützen
Nicht jede Pflanze verträgt intensive Augustsonne problemlos. Besonders empfindliche Jungpflanzen und Pflanzen im Topf können bei großer Hitze schnell Schaden nehmen.
Bei Bedarf können Schattiernetze oder leichte Gartenvliese verwendet werden. Sie reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung, ohne die Pflanzen vollständig abzudunkeln.
Auch Kübelpflanzen lassen sich an besonders heißen Tagen vorübergehend an einen hellen, aber weniger sonnigen Standort stellen.
Pflanzen im Topf brauchen besondere Aufmerksamkeit
Pflanzen in Kübeln und Balkonkästen sind im August besonders gefährdet. Das begrenzte Erdvolumen erwärmt sich schnell und trocknet deutlich schneller aus als ein Gartenbeet.
Deshalb sollte die Feuchtigkeit regelmäßig kontrolliert werden. Gleichzeitig sollte überschüssiges Wasser abfließen können, damit die Wurzeln nicht dauerhaft im Wasser stehen.
Bei sehr kleinen Töpfen kann ein größerer Pflanzbehälter ebenfalls helfen, weil darin mehr Erde vorhanden ist und die Feuchtigkeit länger gehalten wird.
Gemüsebeet bei Hitze richtig pflegen
Auch im Gemüsebeet lohnt sich ein regelmäßiger Kontrollgang. Besonders Gurken, Zucchini, Kürbisse und Tomaten reagieren empfindlich auf längere Trockenperioden.
Wenn möglich, sollte das Wasser direkt an den Wurzelbereich gelangen. Das Befeuchten der Blätter in der prallen Mittagssonne ist dagegen keine gute Bewässerungsmethode.
Bei Tomaten ist außerdem eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig. Starke Schwankungen zwischen sehr trockenem und sehr nassem Boden können unter anderem dazu beitragen, dass Früchte aufplatzen.
Unnötige Arbeiten während der größten Hitze vermeiden
An besonders heißen Tagen sollten Pflanzen möglichst wenig zusätzlich belastet werden. Größere Rückschnitte oder das Umpflanzen empfindlicher Pflanzen verschiebt man besser auf kühlere Tage.
Auch frisch gepflanzte Pflanzen benötigen in der ersten Zeit besondere Aufmerksamkeit. Ihre Wurzeln sind noch nicht ausreichend entwickelt und können Trockenheit schlechter ausgleichen.
Unkraut rechtzeitig entfernen
Unkraut konkurriert mit den Nutzpflanzen um Wasser und Nährstoffe. Deshalb lohnt es sich, unerwünschte Pflanzen regelmäßig zu entfernen.
Am besten wird Unkraut möglichst früh beseitigt. Anschließend kann der Boden vorsichtig gelockert und gemulcht werden. So bleibt die Feuchtigkeit länger im Wurzelbereich.
Fazit
Pflanzen vor der Augusthitze zu schützen ist mit einfachen Mitteln möglich. Regelmäßiges und tiefgründiges Gießen, eine schützende Mulchschicht und bei Bedarf eine leichte Beschattung können bereits einen großen Unterschied machen.
Besonders wichtig ist es, den Wasserbedarf der einzelnen Pflanzen zu berücksichtigen und bei großer Hitze regelmäßig den Zustand von Blättern und Boden zu kontrollieren.
Wer seine Pflanzen jetzt aufmerksam pflegt, kann nicht nur Hitzeschäden vermeiden, sondern auch dafür sorgen, dass Gemüse, Blumen und Obstpflanzen gesund bleiben und weiterhin kräftig wachsen.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.