Der August bringt häufig warme Tage, kühle Nächte und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit mit sich. Diese wechselhaften Bedingungen können die Entstehung von Mehltau begünstigen. Besonders Gemüse, Rosen, Zucchini, Gurken, Kürbisse und viele Zierpflanzen können jetzt betroffen sein.
Wer die ersten Anzeichen rechtzeitig erkennt, kann schnell reagieren und verhindern, dass sich der Pilzbefall im Garten weiter ausbreitet.
Was ist Mehltau?
Mehltau bezeichnet verschiedene Pilzerkrankungen, die Pflanzen befallen können. Typisch ist ein weißlicher, mehlartiger Belag auf Blättern und teilweise auch auf Trieben oder Blüten.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Echtem Mehltau und Falschem Mehltau.
Echter Mehltau zeigt sich häufig als weißer, pudriger Belag auf der Blattoberseite. Falscher Mehltau tritt dagegen oft mit gelblichen oder bräunlichen Flecken auf der Blattoberseite und einem grauweißen Belag auf der Blattunterseite auf.
Die genaue Ursache und Behandlung kann je nach Erreger und Pflanze unterschiedlich sein.
Erste Anzeichen von Mehltau erkennen
Je früher ein Befall erkannt wird, desto leichter lässt sich seine Ausbreitung begrenzen.
Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen im August deshalb regelmäßig. Achten Sie besonders auf:
- kleine weiße Flecken auf den Blättern,
- einen pudrigen oder mehlartigen Belag,
- gelbliche oder bräunliche Blattflecken,
- eingerollte oder verformte Blätter,
- vorzeitig vertrocknendes Laub,
- schwaches Wachstum,
- beschädigte Blüten oder Triebspitzen.
Anfangs sind oft nur einzelne Blätter betroffen. Ohne geeignete Maßnahmen kann sich der Befall jedoch auf weitere Pflanzenteile ausbreiten.
Warum tritt Mehltau im August häufig auf?
Im August herrschen im Garten oft besondere Bedingungen. Tagsüber können die Temperaturen sehr hoch sein, während die Nächte deutlich kühler werden.
Tau und hohe Luftfeuchtigkeit sorgen zusätzlich für ein feuchteres Pflanzenklima. Gleichzeitig können dicht stehende Pflanzen oder schlecht belüftete Gewächshäuser die Luftzirkulation behindern.
Vor allem geschwächte oder sehr dicht gewachsene Pflanzen sind dann anfälliger.
Für eine bessere Luftzirkulation sorgen
Eine der wichtigsten Maßnahmen gegen Pilzkrankheiten ist eine gute Belüftung.
Pflanzen sollten nicht zu dicht stehen. Bei starkem Wachstum können überflüssige oder sehr dicht wachsende Triebe vorsichtig entfernt werden, sofern dies für die jeweilige Pflanzenart geeignet ist.
Im Gewächshaus sollte regelmäßig gelüftet werden. Dadurch kann feuchte Luft entweichen und die Pflanzen können nach Tau oder Regen schneller abtrocknen.
Pflanzen richtig gießen
Auch die Art des Gießens spielt eine wichtige Rolle.
Das Wasser sollte möglichst direkt an den Wurzelbereich gelangen. Wenn möglich, sollte vermieden werden, die Blätter regelmäßig von oben zu benetzen.
Besonders bei empfindlichen Pflanzen ist eine gleichmäßige Wasserversorgung sinnvoll. Starke Trockenheit kann Pflanzen schwächen, während Staunässe ebenfalls Probleme verursacht.
Befallene Blätter entfernen
Wenn einzelne Blätter bereits deutlich von Mehltau betroffen sind, können sie vorsichtig entfernt werden. Das gilt besonders dann, wenn die Pflanze noch viele gesunde Blätter besitzt.
Das entfernte Pflanzenmaterial sollte nicht achtlos im Garten liegen bleiben. Je nach Krankheit kann es sinnvoll sein, befallene Pflanzenteile über den Hausmüll zu entsorgen.
Nach dem Kontakt mit erkrankten Pflanzen sollten Gartenscheren und andere Werkzeuge gereinigt werden.
Natürliche Maßnahmen gegen Mehltau
Im Garten werden zahlreiche Hausmittel gegen Mehltau empfohlen. Dazu gehören beispielsweise Lösungen auf Basis von Natron oder Milch.
Solche Mittel können unter bestimmten Bedingungen unterstützend wirken, sind aber kein zuverlässiger Ersatz für eine gezielte Pflanzenschutzstrategie. Ihre Wirksamkeit hängt unter anderem von Pflanzenart, Erreger, Konzentration und Zeitpunkt der Anwendung ab.
Wer ein Hausmittel ausprobieren möchte, sollte es zunächst an wenigen Blättern testen und die Pflanze anschließend beobachten.
Nicht zu viel Stickstoff düngen
Eine übermäßige Stickstoffversorgung kann zu sehr starkem, weichem Pflanzenwachstum führen. Solche Pflanzen können unter bestimmten Bedingungen anfälliger für Krankheiten sein.
Im August sollte daher nicht einfach auf Verdacht stark gedüngt werden. Besser ist es, den tatsächlichen Bedarf der Pflanze und den Zustand des Bodens zu berücksichtigen.
Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist grundsätzlich wichtiger als möglichst viel Dünger.
Welche Pflanzen sind besonders gefährdet?
Mehltau kann zahlreiche Pflanzenarten befallen. Häufig betroffen sind beispielsweise:
- Gurken,
- Zucchini,
- Kürbisse,
- Rosen,
- Weinreben,
- Stachelbeeren,
- Erbsen,
- verschiedene Zierpflanzen.
Bei Gemüse sollte man besonders auf die Blätter achten. Bei Rosen und anderen Zierpflanzen können zusätzlich junge Triebe und Knospen betroffen sein.
Mehltau im Gewächshaus vermeiden
Im Gewächshaus kann sich Mehltau besonders schnell entwickeln, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch und die Luftzirkulation schlecht ist.
Regelmäßiges Lüften gehört deshalb zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen. Außerdem sollten Pflanzen ausreichend Abstand voneinander haben.
Gießen Sie möglichst morgens, damit überschüssige Feuchtigkeit im Laufe des Tages abtrocknen kann. Gleichzeitig sollte Staunässe unbedingt vermieden werden.
Was tun, wenn sich der Befall ausbreitet?
Wenn immer mehr Blätter betroffen sind, sollte zunächst geprüft werden, um welche Erkrankung es sich tatsächlich handelt. Nicht jeder weiße Belag ist automatisch Echter Mehltau.
Bei starkem Befall können zugelassene Pflanzenschutzmittel entsprechend der jeweiligen Pflanzenart und Gebrauchsanweisung eingesetzt werden. Wichtig ist, die Anwendungshinweise genau zu beachten und keine Mittel außerhalb ihrer Zulassung oder entgegen der Herstellerangaben einzusetzen.
Fazit
Mehltau im August sollte nicht ignoriert werden. Die ersten weißen Beläge oder ungewöhnlichen Blattflecken können ein Hinweis auf einen beginnenden Befall sein.
Regelmäßige Kontrollen, ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen, gute Luftzirkulation, eine bedarfsgerechte Wasserversorgung und eine ausgewogene Düngung gehören zu den wichtigsten Maßnahmen.
Wer seine Pflanzen im August aufmerksam beobachtet und bei ersten Veränderungen schnell reagiert, kann die Ausbreitung vieler Probleme begrenzen und dafür sorgen, dass der Garten noch lange gesund und kräftig bleibt.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.