Johannisbeeren gehören zu den pflegeleichtesten Beerensträuchern im Garten. Wer seine Lieblingssorte vermehren möchte, muss keine neuen Pflanzen kaufen. Mit der Vermehrung durch Stecklinge lassen sich aus einem gesunden Strauch viele kräftige Jungpflanzen ziehen. Entscheidend für den Erfolg sind jedoch die Auswahl des richtigen Triebs und einige wichtige Details bei der Pflanzung.
Warum lohnt sich die Vermehrung durch Stecklinge?
Die Stecklingsvermehrung ist eine einfache und kostengünstige Methode, um neue Johannisbeersträucher zu erhalten. Die jungen Pflanzen besitzen dieselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze und entwickeln sich bei guter Pflege zu kräftigen Sträuchern.
Vorteile dieser Methode:
- einfache Durchführung auch für Anfänger;
- kostengünstige Vermehrung;
- sortenechte Nachkommen;
- hohe Anwachsrate bei richtiger Pflege;
- mehrere neue Sträucher aus einer Pflanze.
Welcher Trieb eignet sich am besten?
Für Stecklinge eignen sich am besten:
- gesunde, kräftige einjährige Triebe;
- unverletzte und krankheitsfreie Zweige;
- gut ausgereiftes Holz;
- Triebe mit mehreren gut entwickelten Knospen.
Schwache oder beschädigte Triebe sollten nicht verwendet werden, da sie deutlich schlechter anwachsen.
So werden Johannisbeer-Stecklinge vorbereitet
Für eine erfolgreiche Bewurzelung empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
- Einen kräftigen einjährigen Trieb auswählen.
- Stecklinge mit mehreren Knospen abschneiden.
- Den unteren Schnitt direkt unter einer Knospe setzen.
- Die unteren Blätter entfernen, falls vorhanden.
- Die Stecklinge in lockere, humusreiche Erde setzen.
Die Erde sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden.
Die richtige Pflege nach dem Pflanzen
Damit möglichst viele Stecklinge anwachsen, sollten Sie:
- einen hellen, aber nicht prall sonnigen Standort wählen;
- regelmäßig gießen;
- Staunässe vermeiden;
- den Boden locker halten;
- junge Pflanzen vor extremer Hitze schützen.
Mit etwas Geduld entwickeln sich kräftige Wurzeln und neue Triebe.
Häufige Fehler bei der Stecklingsvermehrung
Diese Fehler verringern die Erfolgsquote:
- ungeeignete oder kranke Triebe verwenden;
- Stecklinge zu flach einsetzen;
- Erde austrocknen lassen;
- Staunässe verursachen;
- zu wenig Licht oder zu starke Sonneneinstrahlung.
Wann ist der beste Zeitpunkt?
Je nach Vermehrungsmethode eignen sich unterschiedliche Zeiträume:
- Verholzte Stecklinge: meist im Herbst oder während der Winterruhe.
- Grüne Stecklinge: häufig im späten Frühjahr oder Sommer.
Der optimale Zeitpunkt kann je nach Klima und Johannisbeersorte leicht variieren.
Fazit
Die Vermehrung von Johannisbeeren durch Stecklinge ist eine unkomplizierte Methode, mit der auch Anfänger erfolgreich neue Sträucher ziehen können. Entscheidend sind gesunde einjährige Triebe, ein lockerer Boden und eine gleichmäßige Pflege. Wer diese Grundlagen beachtet, kann seinen Beerenbestand schon nach einiger Zeit ganz einfach erweitern.