Die Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia), auch Zamiokulkas genannt, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Sie ist robust, pflegeleicht und kommt sogar mit wenig Licht gut zurecht. Trotzdem wünschen sich viele Pflanzenliebhaber ein schnelleres Wachstum und noch satter grüne Blätter. Ein alter Haushaltstipp empfiehlt, eine Handvoll Bockshornkleesamen in den Blumentopf zu geben. Doch funktioniert das wirklich?
Warum wächst ein Zamiokulkas manchmal nur sehr langsam?
Ein langsamer Wuchs ist bei dieser Pflanze völlig normal. Dennoch können einige Faktoren das Wachstum zusätzlich bremsen:
- zu wenig Licht,
- Staunässe,
- schwere oder verdichtete Erde,
- Nährstoffmangel,
- niedrige Temperaturen.
Bevor man zu Hausmitteln greift, sollten zunächst die Standortbedingungen überprüft werden.
Der Trick mit den Bockshornkleesamen
Einige Hobbygärtner streuen eine kleine Menge Bockshornkleesamen auf die Oberfläche der Blumenerde.
Die Idee dahinter:
- Die Samen keimen.
- Die jungen Pflänzchen werden später abgeschnitten.
- Das Pflanzenmaterial verbleibt als organische Masse auf oder leicht im Substrat.
Dadurch kann nach und nach etwas organisches Material in die Erde gelangen. Wissenschaftliche Belege dafür, dass diese Methode das Wachstum von Zamiokulkas deutlich beschleunigt, gibt es allerdings nicht.
Ein sinnvollerer Einsatz von Bockshornklee
Wer Bockshornklee verwenden möchte, kann stattdessen einen milden Pflanzenauszug herstellen.
Zutaten
- 1 Esslöffel Bockshornkleesamen
- 500 ml lauwarmes Wasser
Die Samen 12 Stunden ziehen lassen, anschließend abseihen und den Auszug im Verhältnis 1 : 5 mit Wasser verdünnen.
Dieser kann gelegentlich als ergänzende Gießlösung verwendet werden. Er ersetzt jedoch keinen ausgewogenen Dünger.
Was bringt den Zamiokulkas wirklich zum Wachsen?
Die wichtigsten Voraussetzungen sind:
1. Heller Standort
Die Pflanze wächst am besten:
- bei hellem, indirektem Licht,
- ohne starke Mittagssonne.
2. Richtig gießen
Der Boden sollte zwischen den Wassergaben gut abtrocknen.
Staunässe gehört zu den häufigsten Ursachen für Wachstumsprobleme.
3. Durchlässiges Substrat
Ideal ist eine Mischung aus:
- Blumenerde,
- Perlit,
- Sand oder feinem Blähton.
4. Regelmäßig düngen
Von Frühling bis Spätsommer genügt eine Düngung alle 3–4 Wochen mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen gemäß Herstellerangaben.
Häufige Pflegefehler
Vermeiden Sie:
- dauerhaft nasse Erde,
- zu häufiges Düngen,
- völligen Lichtmangel,
- kalte Zugluft.
So erkennen Sie eine gesunde Glücksfeder
Ein gesunder Zamiokulkas besitzt:
- glänzende, dunkelgrüne Blätter,
- kräftige Triebe,
- feste Rhizome,
- regelmäßige neue Austriebe während der Wachstumsperiode.
Fazit
Der Tipp mit den Bockshornkleesamen erfreut sich großer Beliebtheit unter Pflanzenfreunden, wissenschaftlich nachgewiesen ist seine Wirkung jedoch nicht. Entscheidend für einen kräftigen, sattgrünen Zamiokulkas bleiben vor allem der richtige Standort, mäßiges Gießen, lockere Erde und eine ausgewogene Düngung. Wer diese Grundregeln beachtet, wird viele Jahre Freude an einer gesunden und dekorativen Zimmerpflanze haben.