Hornissen im Garten? Diese Dinge und Pflanzen können sie anlocken – und so vermeiden Sie unerwünschten Besuch

Hornissen gehören zu den größten heimischen Insekten und lösen bei vielen Menschen Respekt oder sogar Angst aus. Obwohl sie meist friedlich sind und nur stechen, wenn sie sich bedroht fühlen, möchte kaum jemand ein Hornissennest in der Nähe von Terrasse, Balkon oder Hauseingang haben. Tatsächlich gibt es einige alltägliche Gegenstände, Pflanzen und Gartengewohnheiten, die Hornissen besonders anziehen. Wer diese kennt, kann das Risiko deutlich verringern.

Warum kommen Hornissen überhaupt in den Garten?

Hornissen sind ständig auf der Suche nach Nahrung und geeigneten Nistplätzen. Im Frühjahr benötigen sie vor allem eiweißreiche Nahrung für ihre Brut, während sie im Sommer und Herbst zuckerhaltige Lebensmittel und reifes Obst bevorzugen.

Ein naturnaher Garten bietet ihnen häufig ideale Bedingungen.

Diese Dinge locken Hornissen besonders an

1. Überreifes Fallobst

Äpfel, Birnen, Pflaumen oder andere Früchte, die unter Bäumen liegen bleiben und zu gären beginnen, ziehen Hornissen stark an.

Tipp: Sammeln Sie Fallobst regelmäßig auf und entsorgen Sie faulende Früchte.

2. Offene süße Getränke und Speisen

Limonade, Saft, Bier, Marmelade oder Kuchen auf dem Gartentisch verbreiten intensive Düfte, die Hornissen aus größerer Entfernung wahrnehmen können.

Tipp: Decken Sie Speisen und Getränke im Freien immer ab.

3. Offene Bio- und Kompostbehälter

Kompost mit Obst- und Gemüseresten oder schlecht verschlossene Biomülltonnen entwickeln Gerüche, die Hornissen anlocken.

Tipp: Halten Sie Kompostbehälter möglichst geschlossen und entsorgen Sie organische Abfälle regelmäßig.

4. Duftende Blütenpflanzen

Einige stark duftende Blüten bieten reichlich Nektar und ziehen neben Bienen und Schmetterlingen gelegentlich auch Hornissen an.

Dazu gehören unter anderem:

  • Efeu während der Blüte,
  • reife Weinreben,
  • spät blühende Obstgehölze,
  • besonders nektarreiche Zierpflanzen.

Diese Pflanzen müssen nicht entfernt werden, wenn sie keinen Konflikt mit Aufenthaltsbereichen verursachen. Oft genügt es, Sitzplätze etwas weiter entfernt anzulegen.

5. Ungenutzte Hohlräume

Alte Gartenhäuser, Schuppen, Dachböden, Baumhöhlen oder Rollladenkästen können als Nistplätze dienen.

Kontrollieren Sie solche Bereiche regelmäßig und verschließen Sie ungenutzte Zugänge rechtzeitig.

Was hilft, Hornissen fernzuhalten?

Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie Ihren Garten weniger attraktiv machen:

  • Fallobst täglich aufsammeln.
  • Süße Lebensmittel im Freien abdecken.
  • Biomüll gut verschließen.
  • Trinkgefäße nach Gebrauch reinigen.
  • Mögliche Nistplätze regelmäßig kontrollieren.
  • Duftstoffe und stark parfümierte Produkte im Garten sparsam verwenden.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

Wenn sich Hornissen in Ihrem Garten aufhalten:

  • nicht nach ihnen schlagen,
  • Nester niemals selbst entfernen,
  • keine brennbaren Mittel oder Insektensprays einsetzen,
  • hektische Bewegungen vermeiden.

Hornissen stehen in vielen Ländern unter besonderem Schutz. Ein Nest darf in der Regel nur mit Genehmigung und durch Fachleute umgesetzt oder entfernt werden.

Sind Hornissen gefährlich?

Entgegen vieler Mythen sind Hornissen nicht aggressiver als Wespen. Sie interessieren sich meist nur für Nahrung oder verteidigen ihr Nest, wenn sie sich bedroht fühlen. Für gesunde Menschen stellen einzelne Hornissen normalerweise keine besondere Gefahr dar. Vorsicht ist jedoch bei Allergien gegen Insektengifte geboten.

Fazit

Hornissen sind wertvolle Nützlinge, die viele Schädlinge wie Fliegen, Mücken und Raupen fangen. Dennoch möchte man sie nicht direkt neben Sitzplätzen oder am Hauseingang haben. Durch das Entfernen von Fallobst, das Abdecken süßer Speisen und Getränke sowie die Kontrolle möglicher Nistplätze lässt sich Ihr Garten deutlich weniger attraktiv für Hornissen machen. So genießen Sie den Sommer im Freien entspannter und fördern gleichzeitig ein ausgewogenes ökologisches Gleichgewicht.

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